Gusti Planzer fordert Markus Stadler heraus

Bei der Wahl um den zweiten Urner Ständeratssitz wird es zu einem Zweikampf zwischen dem bisherigen Markus Stadler (GLP) und dem SVP-Herausforderer Gusti Planzer kommen. Ob die CVP antritt, ist noch offen.

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Sie treten nochmals an: Gusti Planzer (links) und Markus Stadler. (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ)

Sie treten nochmals an: Gusti Planzer (links) und Markus Stadler. (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ)

Der Urner CVP-Regierungsrat wurde als einziger der vier Ständeratskandidaten im ersten Wahlgang gewählt. Er erzielte 7120 Stimmen und liess nicht nur den bisherigen Markus Stadler (GLP), der mit 5122 Stimmen das zweitbeste Resultat erzielte, deutlich hinter sich. Er schaffte es auch, den Sitz des CVP-Ständerats Hansheiri Inderkum auf Anhieb zu verteidigen.

Nach Baumanns überraschender Wahl könnte die CVP nun Morgenluft wittern und die Rückeroberung des zweiten Ständeratssitzes anstreben. Denn bis im vergangenen Jahr der damals parteilose Regierungsrat Markus Stadler (heute GLP) den Sitz des zurückgetretenen CVP-Ständerats Hansruedi Stadler ergatterte, stellte die CVP unangefochten beide Ständeratssitze.

Tritt auch die CVP an?

«Es ist noch zu früh um Entscheidungen zu fällen», sagte CVP- Kantonalpräsidentin Patrizia Danioth Halter auf Anfrage. Man werde die Sache prüfen und am 3. November darüber befinden, ob die CVP jemanden aus den eigenen Reihen stellen wird.

SVP ist wohl dabei...

Klar hingegen ist die Sache für Markus Stadler: Er ist auch in der zweiten Runde dabei. Er will wiedergewählt werden. Stadler steht als Grünliberaler im Kanton Uri zwar ohne Partei im Rücken da, seine Chancen, wiedergewählt zu werden, sind aber intakt - obschon ihm Gusti Planzer von der SVP mit nur 298 Stimmen weniger im ersten Wahlgang dicht auf den Fersen ist.

Für Robert Indergand von der Urner SVP ist denn auch klar, dass die SVP mit ihrem Kantonalpräsidenten Gusti Planzer nochmals antreten wird. «Wir dürfen uns Chancen ausrechnen», sagte er. Am Donnerstag findet die offizielle Nominationsversammlung statt.

...SP nicht

Bereits zurückgezogen hat sich der SP-Kandidat Felix Muheim, der mit 2'568 Stimmen das schlechtetste Resultat erzielte. «Es geht nun darum, den richtigen Mann nach Bern zu bringen», sagte er auf Anfrage. Muheim geht davon aus, dass die SP den Grünliberalen Stadler unterstützen wird.

sda/rem