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Gutes Echo, aber viele leere Plätze

Das Volksmusikfestival in Altdorf verzeichnete rund 2000 Besucher. Das OK hatte zwar mit mehr Publikum gerechnet, zieht aber dennoch insgesamt eine positive Bilanz.
Markus Zwyssig
Zur Musik der der Bandella di Bedano aus dem Tessin wurde auch getanzt. (Bild: Urs Hanhart, Altdorf, 19. Mai 2018))

Zur Musik der der Bandella di Bedano aus dem Tessin wurde auch getanzt. (Bild: Urs Hanhart, Altdorf, 19. Mai 2018))

Am Volksmusikfestival in Altdorf wurde am Freitag und Samstag im Theater Uri, im «Schlüssel»-Saal, im Restaurant Schützenmatt und im Festzelt auf dem Lehn ausgiebig musiziert. Das Festival dauerte heuer zwar nur noch eineinhalb Tage. Das musikalische Spektrum war aber trotzdem gross. Auch das Schweizer Fernsehen war vor Ort. Am kommenden Samstag berichtet «Potzmusig unterwegs» vom Festival (siehe Hinweis).

Am Samstagabend sorgten zu vormitternächtlicher Stunde die «Hujässler» im Theater Uri nochmals für einen besonderen Höhepunkt. Musikalisch wurde der Bogen am Festival weit gespannt: Da fand die Bandella di Bedano aus dem Tessin ebenso Platz wie «Ils Fränzlis da Tschlin» aus dem Bündnerland, die Streichmusik Vielsaitig aus dem Appenzellerland oder die Hüüsmüsig Gehrig zusammen mit InterFolk.

Terminkollision mit dem Open-Air-Kino

Markus Brülisauer, Leiter im Haus für Volksmusik, wusste zwar, was auf ihn zukommt. Als Hauptverantwortlicher für das Festival hatte er die verschiedenen Formationen für Konzerte rund ums Haus der Volksmusik in Altdorf schliesslich auch eingeladen. «Es war aber auch für mich beeindruckend zu hören, wie vielfältig die Volksmusik in der Schweiz klingt.» Die Bilanz fällt für ihn insgesamt positiv aus. Nicht zufrieden ist er jedoch mit den Besucherzahlen. Er kann zwar noch keine detaillierten Zahlen nennen, trotzdem rechnet er nur mit rund 2000 Besuchern. «Da hätten wir mehr erwartet», gibt er unumwunden zu.

Verschiedene Faktoren hätten wohl mitgespielt. «Das Pfingstwochenende war nicht ideal, wir haben den Termin aber auch nicht gesucht.» Ursprünglich hatte man ein Datum im August ins Auge gefasst, doch da gab es eine Terminkollision mit dem Open-Air-Kino Freiluftfilm. Zudem war am vergangenen Donnerstag noch Dorfmarkt auf dem Unterlehn. Mit dem Aufbau der Infrastrukturen konnte erst am Freitagmorgen begonnen werden. «Wir hätten gerne das Festzelt auch am Freitagabend geöffnet. Doch es stand leider noch nicht bereit», so Brülisauer.

Einen Strich durch die Rechnung machte den Organisatoren auch der Rekordstau am Gotthard. «Der hielt sicher auch einige Besucher ab, nach Altdorf zu kommen», gibt sich Brülisauer überzeugt. «Es kam ein Telefonanruf nach dem andern», verrät er. «Viele Musiker standen im Stau und wussten nicht, ob sie rechtzeitig in Altdorf sein würden.» Bei allen Musikanten klappte es zwar noch, wenn auch zum Teil in letzter Minute. Am knappsten gelang dies Pius Baumgartner vom Ländlerquintett Bodaguat. Er war erst vor Ort, als das Konzert bereits am Laufen war. Baumgartner stürmte mit seiner Klarinette auf die Bühne im «Schlüssel»-Saal, um das Ländlerquintett doch noch zu komplettieren.

Fortsetzung des Festivals ist noch offen

Der Zuschaueraufmarsch hielt sich zwar in Grenzen. «Die Rückmeldungen zum Musikprogramm waren aber durchwegs positiv», sagt Brülisauer. Die Besucher kamen nicht nur aus der Zentralschweiz, sondern auch von Bern, Basel, aus der Ostschweiz oder von Graubünden.

Noch ist nicht klar, ob es in zwei Jahren wieder ein Festival gibt. Das werde das OK unter der Leitung von Ständerat Josef Dittli in den nächsten Monaten entscheiden. «Zuerst müssen wir über die Bücher», so Brülisauer. Entscheiden werde man auch, wenn man das Festival wieder durchführe, in welcher Form dies der Fall sein soll.

Hinweis

Am Samstag, 26. Mai, um 18.40 Uhr berichtet «Potzmusig unterwegs» von Fernsehen SRF 1 über das Volksmusikfestival.

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