HALBJAHRESZAHLEN: Jetzt expandiert Dätwyler nach Südamerika

Dätwyler wartet im ersten Halbjahr mit einer Gewinnexplosion auf. Für alle Produkte des Mischkonzerns besteht eine grosse Nachfrage. Im Besonderen in China.

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Ein Arbeiter der Firma Dätwyler in Altdorf bei der Produktion von Kabeln. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Ein Arbeiter der Firma Dätwyler in Altdorf bei der Produktion von Kabeln. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Der Reingewinn stieg im ersten Halbjahr um 30,9 Prozent auf 62,3 Millionen Franken. Der Nettoumsatz erhöhte sich um 8,4 Prozent auf 648,1 Millionen Franken. Laut Finanzchef Silvio A. Magagna erreichte der Konzern dieses Wachstum, weil er sich konsequent auf «attraktive Marktnischen» fokussiert habe. Mit dem Ziel, international führender Produzent von Kautschukprodukten zu sein, entwickelt beispielsweise der Konzernbereich Gummi, der als Dätwyler Rubber auftritt, jedes Produkt speziell für einen einzigen Kunden exklusiv und belegt damit eine Nische.

1000 Mitarbeiter in Uri
Neben der Fokussierung auf Nischenprodukte trugen die unverändert gute Auslastung und die Steigerung der Produktivität zu den hohen Gewinnzahlen bei. Gemäss Magagna verzeichnen alle vier Dätwyler-Konzernbereiche – Kabel, Gummi, pharmazeutische Verpackungen und technische Komponenten – nach wie vor eine starke Nachfrage. Es gäbe keine einzelnen Produkte oder Produktgruppen, die herausragten. Das grösste organische Wachstum im ersten Halbjahr 2008 verzeichneten mit 13,3 Prozent die elastomeren Komponenten für pharmazeutische Verpackungen.

Der Standort Uri (Altdorf mit Dätwyler Cables und Schattdorf mit Dätwyler Rubber) ist, wie der Finanzchef betont, «sehr gut ausgelastet». Und: «Um unsere Marktpositionen zu stärken, sind wir permanent daran, unsere Effizienz und Produktivität zu verbessern. Aus diesem Grund ist es uns gelungen, die Mehrumsätze mit einem nahezu unveränderten Personalbestand von 1000 Mitarbeitenden im Kanton Uri zu realisieren.» (Der Konzern beschäftigt gesamthaft 4900 Personen.)

Im Bereich Gummi baut der Konzern eine Fabrik in Mexiko auf. Sie wird noch diesen Herbst in Betrieb genommen. Dass die Urner nun auch in Mittelamerika aktiv sind, hängt damit zusammen, dass sich Teile der internationalen Automobilzulieferindustrie zusehends nach Mexiko verschieben. Auch anderswo ist Dätwyler sehr präsent: Zwischen 2005 und 2007 habe man den Umsatz in China mehr als verdoppeln können.

Inge Staub

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag im Wirtschaftsteil der Neuen Luzerner Zeitung und ihren Regionalausgaben.