Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

HALDI: Eingefleischte Schwingfans trotzen Regen

Trotz starkem Regen pilgerten rund 800 Zuschauer ans Haldi-Bergschwinget. Dabei sorgte die junge Garde der Urner für Aufsehen.
Das Schwingfest war eine trüb-nasse Angelegenheit. (Bild Elias Bricker)

Das Schwingfest war eine trüb-nasse Angelegenheit. (Bild Elias Bricker)

Bild: Elias Brücker / Neue UZ
Bild: Elias Brücker / Neue UZ
Bild: Elias Brücker / Neue UZ
Bild: Elias Brücker / Neue UZ
Bild: Elias Brücker / Neue UZ
Bild: Elias Brücker / Neue UZ
Bild: Elias Brücker / Neue UZ
Bild: Elias Brücker / Neue UZ
Bild: Elias Brücker / Neue UZ
Bild: Elias Brücker / Neue UZ
Bild: Elias Brücker / Neue UZ
Bild: Elias Brücker / Neue UZ
12 Bilder

Schwingen auf dem Haldi

Elias Bricker

Die Schwingarena auf dem Haldi war gestern Morgen ein Meer von Militärpelerinen: Trotz strömenden Regens harrten unzählige eingefleischte Schwingfans auf ihren Sitzplätzen aus. Andere machten es sich lieber im Festzelt bei einem heissen Kaffee gemütlich. Und die Schwinger suchten im benachbarten Stall zwischen den Gängen ein trockenes Plätzchen: im Obergaden, in der Garage oder unter dem Vordach. Es brauchte schon ein wenig Überwindung, dem Berggottesdienst von Pfarrer German Betschart unter freiem Himmel beizuwohnen. Denn das Haldi wurde beim gestrigen Schwinget definitiv nicht seinem Ruf als Sonnenterrasse des Kantons gerecht.

Murer stellt Schlussgang

Doch trotz der zeitweise herbstlichen Temperaturen und des starken Regens kamen mehr als 800 Zuschauer auf das Haldi – darunter auch SVP-Präsident Toni Brunner. «Diese Besucherzahl ist bei diesem Wetter wirklich erstaunlich», sagte OK-Präsident Beat Arnold. «Damit dürfen wir mehr als zufrieden sein. Das zeigt, wie beliebt der Haldiberg-Schwinget überhaupt ist.»

Doch auch bei den Schwingern scheint der Anlass mit dem grosszügigen Gabentempel beliebt zu sein. 104 Athleten waren ursprünglich gemeldet. Und trotz etlichen kurzfristigen Abmeldungen standen am gestrigen Bergfest plötzlich 119 Schwinger auf dem Platz. Der Grund für die erfreuliche Teilnehmerzahl – so schräg es auch tönt – war unter anderem auch das miserable Wetter. «Würde die Sonne scheinen, wären ich und einige andere Schwinger, die selber Bauernbetriebe führen, kaum da», sagte der Alpnacher Jakob Niederberger. «Denn ich hätte zu Hause eigentlich noch zu heuen. Doch bei diesem Wetter ...» Zudem war das Abendschwingen in Lungern am Samstag wegen des schlechten Wetterberichts abgesagt worden. Einige dort gemeldete Schwinger versuchten deshalb gestern nun auf dem Haldi ihr Glück.

Da die prominentesten Innerschweizer am Schwarzsee-Bergschwinget um Kränze kämpften, trat am Haldiberg-Schwinget kein einziger Eidgenosse an. Trotz der Absenzen von Andi Imhof und Markus Zurfluh konnten die Urner zwölf Auszeichnungen gewinnen. Höhepunkt aus Urner Sicht war sicher die Schlussgangqualifikation von Andy Murer. Doch wegen des gestellten Schlussgangs gegen den Bisisthaler Ralf Schelbert erbte Stefan Gasser den Sieg. Und er nahm das trächtige Rind Ronja gleich mit nach Alpnach. «Das ist nun bereits das dritte gewonnene Rind, das jetzt im Stall meines Bruders steht», sagte Gasser. Zudem setzten auch die jungen Urner um Matthias Herger, Daniel Arnold und Fabian Herger ein starkes Ausrufezeichen.

Flucht ins Mehrzweckgebäude

Auch wenn das Wetter im Verlaufe des Tages immer freundlicher wurde, musste das 27-köpfige Organisationskomitee unter der Leitung von Beat Arnold und Ehrenpräsident Hans Traxel tüchtig improvisieren. Denn ausgerechnet in der Mittagspause regnete es wieder Bindfäden. Statt das Bankett unter freiem Himmel und vor einer einmaligen Bergkulisse einzunehmen, flüchteten die Schwingfestbesucher ans Trockene. «Um 10.30 Uhr haben wir schliesslich entschieden, das Bankett nicht nur im Festzelt, sondern auch im Mehrzweckgebäude zu servieren», so Beat Arnold. «Im Festzelt hätten längst nicht alle Leute Platz gehabt.»

Zgraggen gewinnt Steinstossen

Für die musikalische Umrahmung des Bergschwingets sorgten das «Echo vom Gitschä», der Jodlerklub Bärgblüemli aus Schattdorf sowie die Alphornbläser- und Fahnenschwinger-Vereinigung Uri. Claudia Püntener und Adrian Zgraggen gewannen zudem das traditionelle Steinstossen. Zgraggen stiess den 22,5 Kilogramm schweren Stein 5,15 Meter weit.

Hinweis:

Mehr zum gestrigen Haldiberg-Schwinget ob Schattdorf lesen Sie auf Seite 23.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.