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Haldi: Strassensperrung erschwert Hilfe für Tiere in Not

Wegen eines Holzschlages ist die Strasse aufs Haldi bis Ende April an Wochentagen tagsüber gesperrt. Das trifft auch den Tierrettungsdienst Zentralschweiz, der nun vom Haldi aus kaum mehr Notfälle behandeln kann.
Carmen Epp
Chiara und Marcel Henzen sind seit 2017 für Tiere in Not im Einsatz. (Bild: Dominik Wunderli (Erstfeld, 6. September 2018)

Chiara und Marcel Henzen sind seit 2017 für Tiere in Not im Einsatz. (Bild: Dominik Wunderli (Erstfeld, 6. September 2018)

Anwohner, die an Wochentagen zwischen 8 und 17 Uhr aufs Haldi wollen, müssen seit gestern mit der Seilbahn vorlieb nehmen. Das dürfte bis Ende April so bleiben. Bis dahin ist die Strasse aufs Haldi wegen Holzschlags aus Sicherheitsgründen gesperrt.

Die geplante Strassenschliessung sorgte im Vorfeld für Zündstoff, wie an der Versammlung der Korporationsbürgergemeinde Ende November deutlich wurde. Damals wurde vor allem eine Lösung für den Besamer und den Vieh-Arzt gefordert.

Zu lange Anreise für Notfälle

Dabei scheint eine Organisation vergessen gegangen zu sein: der auf dem Haldi ansässige Tierrettungsdienst Zentralschweiz (TRDZS). Seit 2017 ist der von Marcel und Chiara Henzen ehrenamtlich betriebene Dienst in der ganzen Zentralschweiz für Tiere in Not im Einsatz.

Diesen Dienst können sie nun, da die Strasse gesperrt ist, nur noch bedingt erfüllen, sagt Marcel Henzen auf Anfrage unserer Zeitung. Mit dem Auto von seiner Wohnung auf dem Haldi nach Schattdorf brauche er maximal 20 Minuten, mit der Seilbahn von Haus- bis zur Autotüre bei der Talstation 45 Minuten – zu lange, wenn es um Notfälle geht. «Dann zählt nämlich – wie beim Menschen auch – jede Minute.» Erst gestern Morgen habe er einen Anruf erhalten, dass eine Katze verletzt am Strassenrand liege – und er musste seine Hilfe absagen. «Das ist frustrierend.»

Daneben habe die Strassensperrung auch Auswirkungen aufs Tierli Taxi, mit dem sich der TRDZS finanziell über Wasser hält. «Damit wir den Dienst gewährleisten können, brauchen wir mindestens 24 Stunden vorher eine Anmeldung», sagt Henzen. «Das ist gerade bei unvorhergesehenen Fahrten kaum praktikabel.» Und schliesslich sei der TRDZS als offizieller Partner einer Tierkrankenkasse für die Assistance zuständig. «Auch das können wir nicht mehr erfüllen.»

Auch der Besamer und der Tierarzt fahren Seilbahn

Auf den Unmut von Henzen angesprochen, hält Beat Zgraggen, Mitglied des Korporationsbürgerrats, schriftlich fest, dass der Tierarzt und der Besamer keine Sonderbewilligung haben und ebenfalls die Haldibahn benutzen. «Die Weiterfahrt geht dann mit einem Auto.» Die Post wiederum habe ihre Zustellung umorganisiert und fahre vor 8 Uhr aufs Haldi. Weitere Fragen unserer Zeitung werde man an der nächsten Sitzung bearbeiten.

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