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Handballer Lukas von Deschwanden wechselt nach Frankreich

Der 29-jährige Urner geht künftig für den französischen Erstligisten Chambéry Savoie HB auf Torejagd. Der Vertrag bei seinem derzeitigen Verein TVB 1898 Stuttgart wird vorzeitig aufgelöst.
Philipp Zurfluh
Lukas von Deschwanden im Dress des deutschen Erstligisten Stuttgart. (Bild: Jens Körner, 30. August 2018)

Lukas von Deschwanden im Dress des deutschen Erstligisten Stuttgart. (Bild: Jens Körner, 30. August 2018)

Der Schweizer Nationalspieler Lukas von Deschwanden wird Stuttgart nach der Saison verlassen und zum französischen Erstligisten Chambéry Savoie HB wechseln. Dies teilte der Verein am Donnerstagabend, 21. März, mit.

Wie aus der Mitteilung hervorgeht, haben der Rückraumspieler und der Klub gemeinsam entschieden, den eigentlich bis 2020 laufenden Vertrag zum 30. Juni 2019 aufzulösen. «Nach intensiven Gesprächen mit Lukas haben wir uns gemeinsam dazu entschieden, die Klausel im Vertrag zu ziehen und den Vertrag zum Saisonende aufzulösen», erklärte Trainer und Geschäftsführer Jürgen Schweikardt.

Der 29-jährige Urner freut sich auf die neue Herausforderung. Gegenüber unserer Zeitung sagt er:

«Als ich vom Interesse von Chambéry gehört habe, war für mich klar, dass ich diese Chance packen will. Es ist ein Topklub und ich kann nächste Saison international spielen.»

Es sei eigentlich der Plan gewesen, zwei Jahre in der Bundesliga zu spielen, doch er wisse nicht, ob er wieder einmal ein solches Angebot eines Traditionsvereins erhalten hätte.

35 Tore 20 Spielen

Der französische Klub ist erfreut über den Wechsel. «Er ist ein erfahrener Spieler, der teilweise auch als Torschütze heraussticht», kommentierte Chamberys Sportdirektor Bertrand Gille in einer Vereinsmitteilung. «Wir hatten die Chance, ihn zu treffen, als er für den Schweizer Verein Thun spielte, wo er der Schlüsselspieler war, und seine Vielseitigkeit im Rückraum überzeugte mich, dass wir keine Schwierigkeiten haben werden, ihn in unser Kollektiv zu integrieren.»
Lukas von Deschwanden war erst im Sommer 2018 von Wacker Thun nach Stuttgart gewechselt. Der Altdorfer stand bisher in 20 Partien für Stuttgart im Einsatz und erzielte dabei 35 Tore.

Ein Zeckenbiss wirft ihn zurück

Die erste Saisonhälfte ist für den Handballprofi nicht wunschgemäss verlaufen, und er blieb hinter seinen Erwartungen zurück. Ein Grund dafür war auch eine Borreliose-Erkrankung, die diagnostiziert worden war. Im Sommer hatte er sich offensichtlich einen Zeckenbiss eingefangen. Die Symptome wie Grippe, Nacken- und Gelenkschmerzen oder Schlafstörungen habe er zwar wahrgenommen, aber anders eingeordnet. «Ich dachte, das hängt mit der Umstellung zusammen, mit dem anderen Training und dem neuen Umfeld», sagte von Deschwanden damals. Sein Zustand verschlimmerte sich, er wurde von starken Kopfschmerzen geplagt. Dummerweise führte ein Sturz auf den Kopf in einem Spiel auch noch auf die falsche Fährte: Es wurde eine Gehirnerschütterung vermutet. Erst im Januar war die Ursache gefunden.

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