HANS ARNOLD: Ein Flüeler ist erster «Büezer» für Sawiris

Hans Arnold ist der Erste, der in Andermatt für Sawiris baggert. Mit dem «Liebherr 924» macht er den Waffenplatz zu Schutt und Asche. Gern aber würde er kreativer arbeiten.

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Der Flüeler Hans Arnold mit seinem Bagger. (Bild Sven Aregger/Neue UZ)

Der Flüeler Hans Arnold mit seinem Bagger. (Bild Sven Aregger/Neue UZ)

Hier standen bis vor wenigen Tagen drei Lagerhäuser des Militärs. Deponien für die Munition. Jetzt liegen Berge von Steinen, Betonplatten und Holz auf dem Platz. Mittendrin sitzt Hans Arnold in seinem Bagger, Typ Liebherr 924. Er lässt es stäuben und krachen. Mit seiner Baumaschine hat er die Gebäude der Armee dem Erdboden gleich gemacht. 

Hans Arnold ist Baggerführer, und das bereits seit 37 Jahren. Ein Mann vom Fach. Als er zum ersten Mal in einen Bagger stieg, war er noch keine zwanzig. Er hat schon viele Baustellen gesehen. Doch diejenige in Andermatt ist für ihn gleich doppelt speziell. Erstmals arbeitet der 56-jährige Flüeler, der bei der Firma Hürlimann angestellt ist, in seinem Heimatkanton. Und: Er baggert nicht für irgendwen, nein, er baggert für Samih Sawiris, den schwerreichen Ägypter, der im Urserntal 1 Milliarde Franken in ein neues Feriendorf stecken will. Hans Arnold ist der Erste, der für das Resort mit der grossen Maschine auffährt. 

Schaufeln, schaufeln, schaufeln
Seit zehn Tagen kommt er frühmorgens auf den Waffenplatz, gemeinsam mit sieben Mitarbeitern. Sie haben den Auftrag, das Areal der Armee zu räumen. Jeden Morgen setzt sich Arnold in den Bagger, löst damit Fundamente, trennt Armiereisen von Betonplatten und schaufelt, schaufelt, schaufelt. Die Vorschriften sind klar: Die Steine müssen möglichst klein gespitzt werden, Materialien wie Holz oder Eternit sind sauber zu trennen. So schreiben es die Auftraggeber rund um Sawiris vor. «Eine Knochenarbeit», gesteht Hans Arnold unumwunden. «Mühsam und ein wenig eintönig. Aber das gehört halt zum Job.» 

Sehnsucht nach Greens
Dabei würde Baggerführer Arnold gern kreativer sein. «Den Golfplatz modellieren, das wäre was. Wer weiss, vielleicht kann ich das für Sawiris noch tun.» 

Sven Aregger

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Urner Zeitung.