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Hans Jörg Jans: «Musik ist auch eine grosse Trösterin»

In der Kirche des ehemaligen Frauenklosters in Altdorf findet ein Benefizkonzert für das Hilfswerk der Kirchen Uri statt.
Markus Zwyssig
Der Initiant des Benefizkonzerts Hans Jörg Jans mit Maria Egli vom Hilfswerk der Kirchen Uri sowie Sängerin Eva Wymola und Flötist Martin Giese (von links). (Bild: Florian Arnold, Altdorf, 3. September 2019)

Der Initiant des Benefizkonzerts Hans Jörg Jans mit Maria Egli vom Hilfswerk der Kirchen Uri sowie Sängerin Eva Wymola und Flötist Martin Giese (von links). (Bild: Florian Arnold, Altdorf, 3. September 2019)

Das Benefizkonzert für das Hilfswerk der Kirchen Uri handelt vom Diesseits und Jenseits in Tönen. «O Röschen rot! Es liegt der Mensch in grösster Not!» (aus des «Knaben Wunderhorn», 1805-1808) liefert den Titel. In der Kirche des Frauenklosters St.Karl in Altdorf sind Werke von Gustav Mahler, G. F. Händel, Franz Schubert, W. A. Mozart, Antonín Dvořák und Ludwig van Beethoven zu hören.

«Es wird ein Konzert zum Nachdenken und zum Entspannen», verspricht die Sängerin Eva Wymola. Gesungenes und Instrumentales wechseln sich dabei ab. Neben Sängerin Eva Wymola spielt Martin Giese auf der Flöte und Roberto Olzer ist auf Klavier und Orgel zu hören.

Einst eine Gebetsstätte in Zeiten höchster Not

Das Konzert erhält durch den Aufführungsort in der Kirche des ehemaligen Frauenklosters St.Karl einen besonderen Rahmen. In früheren Jahrhunderten war die Kirche an der Gotthardstrasse 12 in Altdorf als Wegkapelle an der Gotthardstrasse eine Gebetsstätte in Zeiten grösster Not – wie bei den damaligen Pestseuchen. Der lichte, frühbarocke Raum bietet auch den idealen Rahmen für eine Begegnung mit Musik. Hans Jörg Jans, Initiant des Benefizkonzerts, wird um 18.45 Uhr im inneren Chorraum in die Thematik des Diesseits und Jenseits in Tönen geben. Jans hat seine Jugend in Altdorf verbracht. Mit dem szenischen Konzert «Danioths Welt im Klang» (Theater Uri, 12. Juni 2015) kehrte der Musiker und Musikhistoriker als Produzent ins Urnerland zurück. Im April 2016 folgte im Theater Uri «Evergreens im Cabaret» mit Musik von Gershwin bis Edith Piaf, wiederum ein Abend mit Eva Wymola und dem Roberto-Olzer-Trio. Aus einem Seminar an der Musikschule Uri über Stimmbildung und Auftrittsschulung ging ein Schülerkreis von Laien und Profis hervor, der bis heute von Eva Wymola in Altdorf betreut wird. Seit 2005 wohnen Hans Jörg Jans und seine Frau Eva Wymola in Figino/Lugano. Sie freuen sich über die neugewonnene, inspirierende Nähe zum Urnerland.

«Die Menschen wollen heute den Tod möglichst verdrängen», so Jans. «Not und Bedrängnis und schliesslich auch der Tod gehören zu unserem Leben.» Das Konzert handelt vom Diesseits und jenseits von Tönen. «Musik ist auch eine grosse Trösterin», gibt sich Jans überzeugt. Und er verspricht: «Es hat auch helle, heitere Noten.» Unterstützt wird das Konzert von der Otto-Gamma-Stiftung, der Dätwyler-Stiftung, der Mobiliar, vom Kanton Uri, der Urner Kantonalbank und der Korporation Uri. Anschliessend an das Konzert besteht Gelegenheit, noch ein wenig miteinander zu diskutieren. Es gibt Wein und Brot.

Die Künstler sind zum Teil weit herum gekommen

Zu den Mitwirkenden: Eva Wymola wurde in Prag geboren. Sie genoss ihre Ausbildung in Brünn und London. Sie ist in Rom, London, München, New York und Peking aufgetreten. Sie unterrichtete Gesang an der Hochschule für Musik und Theater in München. Sie gab Seminare für Gesang und zur «Kunst des Auftretens» für Sänger und Instrumentalisten an Musikhochschulen Deutschlands, der Schweiz und in Italien. Über Leben und Schaffen der Sängerin und Pädagogin wurde vom Tessiner Fernsehen ein Dokumentarfilm gedreht.

Martin Giese hat seine Wurzeln in Basel, wo er auch studierte und sich neben der modernen Flöte auf die barocke Traversflöte spezialisierte. Der Kontakt zu ihm ergab sich über die Musikschule. Der ehemalige Leiter ist aber inzwischen pensioniert. Seit einiger Zeit arbeitet er auch an der gesanglichen Weiterentwicklung seiner Stimme. Von 2009 bis 2019 war er Leiter der Musikschule Uri. «Jetzt, nach meiner Pensionierung habe ich wirklich Zeit zum Musikmachen», so Giese. Der Dritte im Bunde ist Roberto Olzer. Er ist in Domodossola geboren. Als Pianist, Komponist und Arrangeur wurde er am Conservatorio Verdi in Mailand ausgebildet. Seine Begabung in Improvisation führte ihn früh zum Jazz. 2011 wurde das Roberto-Olzer-Trio mit dem Kontrabassisten Yuri Goloubev und dem Schlagzeuger Mauro Beggio gegründet. In Japan erhielt er einen Preis für den besten modernen Instrumentaljazz. Er spielte in Frankreich, England, Japan und in der Schweiz.

Das Konzert im ehemaligen Frauenkloster St.Karl findet am Mittwoch, 18. September, um 19.30 Uhr statt. Billette sind unter www.ticketino.com erhältlich.

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