Happige Vorwürfe gegen Barbetreiber Ignaz W.

Laut Zeugenaussagen war der Barbetreiber am Tötungsversuch in Erstfeld beteiligt. Die Urner Staatsanwaltschaft will die U-Haft erneut verlängern.

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Beim Bärenbodenweg in Erstfeld wurde in der Nacht auf den 12. November 2010 bei einer Schiesserei eine 31-jährige Frau angeschossen. (Archivbild Neue UZ)

Beim Bärenbodenweg in Erstfeld wurde in der Nacht auf den 12. November 2010 bei einer Schiesserei eine 31-jährige Frau angeschossen. (Archivbild Neue UZ)

Bereits seit sieben Monaten sitzt der Erstfelder Barbetreiber Ignaz W. in Untersuchungshaft. Daran dürfte sich so schnell nichts ändern. Die Urner Staatsanwaltschaft hat ein weiteres Gesuch um Haftverlängerung gestellt.

Vor allem zwei Zeugen – eine Frau und ein Kroate, der ebenfalls in Untersuchungshaft ist – erheben schwere Anschuldigungen gegen Ignaz W. Sie haben ausgesagt, dass der Barbetreiber am Tötungsversuch gegen seine Frau beteiligt gewesen sei. Das zeigen Unterlagen, die der Neuen Urner Zeitung vorliegen. Die Ermittler haben zudem herausgefunden, dass Ignaz W. die Tatwaffe kennt. Seine Frau war am 12. November 2010 in Erstfeld mit einer Pistole angeschossen und schwer verletzt worden.

Verdunkelungsgefahr besteht

Wer geschossen hat, ist weiterhin unklar. Auch die Rolle des inhaftierten Kroaten ist nicht geklärt. Ihm wird ebenfalls vorgeworfen, etwas mit dem Tötungsversuch zu tun zu haben. Er bestreitet, der Schütze zu sein. Allerdings sagte er aus, dass er die Ehefrau von Ignaz W. mehrmals ausspioniert habe.

Laut Angaben der Staatsanwaltschaft besteht sowohl bei Ignaz W. wie auch beim Kroaten Verdunkelungsgefahr. Das bedeutet: Auf freiem Fuss könnten sie Absprachen mit Zeugen treffen und Beweismittel manipulieren. Zudem geht die Staatsanwaltschaft beim Kroaten davon aus, dass er flüchten oder wieder eine strafbare Handlung begehen könnte.

eb/ars

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