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HAUS FÜR KUNST URI: Das Bild ist heute tausendmal mehr wert

Die Dätwyler-Stiftung ist im Besitze eines weiteren Frühwerks von Heinrich Danioth. Barbara Zürcher plant, das Bild an einer Ausstellung zu zeigen.
Der Künstler Urs Huber übergibt Barbara Zürcher das Danioth-Werk. (Bild: Markus Zwyssig (Altdorf, 23. Juni 2017))

Der Künstler Urs Huber übergibt Barbara Zürcher das Danioth-Werk. (Bild: Markus Zwyssig (Altdorf, 23. Juni 2017))

Das Danioth-Archiv der Dätwyler-Stiftung im Haus für Kunst Uri in Altdorf ist seit gestern um ein Frühwerk des Urner Künstlers reicher. Das Bild «Maria mit Jesus auf dem Maultier» hat Heinrich Danioth 1915 gemalt. Der damals erst 19-jährige Urner Künstler verkaufte das Bild dem be­freundeten Eduard Renner für 50 Franken.

Der bekannte Urner Arzt und Volkskundler Eduard Renner schrieb das Buch «Goldener Ring über Uri». Das 1941 erstmals veröffentlichte und inzwischen zu einem Kultbuch gewordene Werk wurde im vergangenen Jahr als Neuauflage wieder veröffentlicht. Renner spürt darin der seelischen Befindlichkeit der Bergler nach. Es geht dabei um den Bann, den Schutz vor Unheil.

Der «Goldene Ring» soll helfen, das Schlechte und den Frevel abzuwenden. In dieser Welt geht es auch um Zauberei und Hexerei, um weisse und schwarze Magie. Das Pikante dabei: Das Buch ist mit Bildern des Urner Künstlerfreunds Heinrich Danioth illustriert.

Bild wechselt mit 7 Prozent Zins den Besitzer

Renner war der Grossvater von Urs Huber. Das Danioth-Bild befand sich viele Jahre im Besitze des in Zürich lebenden Urner Künstlers. Anlässlich der Buchvernissage «Goldener Ring über Uri» Ende Oktober 2016 hatte er das Bild zum Kauf freigegeben. Max Dätwyler hat dieses gekauft. Als Verkaufspreis setze Urs Huber die für das Bild ursprünglich bezahlten 50 Franken plus eine Verzinsung von 7 Prozent an. Über all die Jahre ergibt dies einen Verkaufspreis von 50000 Franken.

Das Bild, in Gouache auf Karton gemalt, wurde gestern ins Da­nioth-Archiv des Hauses für Kunst Uri gebracht. Madeleine Danioth, die Tochter von Heinrich Danioth, freute sich über den Neuzugang. Sie war stolz, das Bild ihres verstorbenen Vaters in den Händen zu halten.

Auch Barbara Zürcher, Direktorin im Haus für Kunst Uri, ­freute sich. «Mit grösster Wahrscheinlichkeit wird das Bild bei einer der kommenden Ausstellungen im Haus für Kunst Uri zu sehen sein», verriet sie. In der geplanten Ausstellung geht es um das Frühwerk des verstorbenen Urner Künstlers.

Markus Zwyssig

markus.zwyssig@urnerzeitung.ch

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