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HAUS FÜR KUNST URI: Tiefe Einblicke in Abeggs Welten

Der in Luzern arbeitende Künstler mit Urner Wurzeln stellte sein umfassendes Kunstbuch vor. Doch damit nicht genug: Im kommenden Jahr gibt Konrad Abegg in einer Ausstellung Einblicke in seine Arbeit.
Markus Zwyssig
Konrad Abegg zeigt sein Buch «Bilderwelten – künstlerische Reflektionen», das Einblick in über 40 Jahre künstlerisches Schaffen gewährt. (Bild: Markus Zwyssig (Altdorf, 10. Dezember 2017))

Konrad Abegg zeigt sein Buch «Bilderwelten – künstlerische Reflektionen», das Einblick in über 40 Jahre künstlerisches Schaffen gewährt. (Bild: Markus Zwyssig (Altdorf, 10. Dezember 2017))

Markus Zwyssig

markus.zwyssig@urnerzeitung.ch

Winterlich stürmisch war das Wetter am Sonntagmorgen. Alles andere als einladend, eine Buchvernissage zu besuchen. Trotzdem passte die garstige Witterung gar nicht so schlecht zur Arbeit des Künstlers. Die Urner Landschaft mit all ihrer ungebändigten Kraft ist eines der zentralen Themen im umfangreichen Werk des 67-jährigen Konrad Abegg. Auch viele Kunstinteressierte liessen sich nicht abschrecken und fanden den Weg ins Haus für Kunst Uri.

Sagenhafte Welten und Mythen aus dem Alpenraum interessieren Abegg schon seit Jahrzehnten. Zum Teil hat er Geschichten, in die der Betrachter eintauchen kann, selber erfunden. Abegg lädt in seiner Arbeit ein zu Fantasie. In seiner Arbeit ist es Abegg aber auch wichtig, Stellung zu beziehen und seinen Standpunkt aufzuzeigen. All das ist nun in einem dicken Buch nachzulesen. «Bilderwelten – künstlerische Reflektionen» heisst das umfassende Werk.

Schriftsetzer, Künstler und Imker

Uri ist für Abegg stets ein zentrales Thema. «Die Kindheit in Flüelen hat mich sehr geprägt», sagt der Künstler. Er war in vielen Ländern unterwegs und hat fast 100 Ausstellungen gemacht. Trotzdem sagt er: «Meine Arbeit hat auch heute noch immer sehr viel mit dem Kanton Uri zu tun.» Gelernt hat Abegg ursprünglich Schriftsetzer. Mit 27 Jahren besuchte er die F+F in Zürich, die Schule für experimentelle Gestaltung. Viele Jahre war er als Dozent an der Gestaltungsschule Farbmühle in Luzern tätig. Sein Atelier in der alten Jugendherberge am Rotsee in Luzern bot ihm genügend Raum für seine künstlerische Arbeit – insbesondere auch für seine grossformatigen Bilder. Konrad Abegg ist aber nicht nur Künstler. Der Sommer gehört den Bienen. Dann ist er jeweils als Imker unterwegs.

Als Zeichner und Maler hat Abegg in den vergangenen vier Jahrzehnten Eindrückliches geschaffen. Das lässt sich jetzt in der Monografie «Bilderwelten – künstlerische Reflektionen» nachverfolgen. Auf gutes Echo gestossen ist das Werk auch bei Josef Schuler. «Das Buch hat Gewicht», sagte der Vorsteher des Amts für Kultur und Sport. Und das, was sich physisch bemerkbar mache, gelte auch für den Inhalt. Denn genauso gewichtig sei das Werk des Künstlers im Atelier.

Kunstvermittler Urs Sibler aus Stans bezeichnete Abeggs Buch als epochales Werk. 336 Seiten dick ist es geworden. Es enthält über 500 farbige Abbildungen. Zweieinhalb Jahre lang brauchte es, bis das umfassende Werk nun in gedruckter Form vorlag. «Der Leser kann sich auf eine spannende Reise auf Konrad Abeggs Spuren begeben», so Sibler. Er gab der Hoffnung Ausdruck, dass das Buch nicht Abschluss, sondern Start in neue Kunstprojekte sei.

Konrad Abegg freut sich, wenn Kunstinteressierte sich Zeit nehmen und ganz genau hinschauen. Die Monografie ermögliche es, in seine Gedankenwelten einzutauchen. «Die Bücher müssen unter die Leute», sagte Abegg. «Ich will sie nicht nur in meinem Atelier stapeln.»

Aber noch lange nicht alles, was Konrad Abegg gemacht hat, ist auch im Buch enthalten. «Höchstens 25 Prozent meiner Arbeiten hatten im Buch Platz», sagte der Künstler. In einem Jahr gibt es erneut die Möglichkeit, in Konrad Abeggs Welten einzutauchen. Im Rahmen der Jahresausstellung der Kunst- und Kulturstiftung Uri erhält Abegg im kommenden Jahr Gelegenheit, im Danioth-Pavillon eine Sonderausstellung zu gestalten.

Hinweis

Das Buch «Bilderwelten – künstlerische Reflektionen» ist im Haus für Kunst Uri sowie in der Papeterie Bido in Altdorf für 65 Franken erhältlich.

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