Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Hausarzt-Hilfe: Schwyz will Urner Pilotprojekt auch testen

In einem Pilotprojekt im Kanton Uri unterstützt eine Pflegeexpertin die ärztlichen Tätigkeiten in einer Hausarztpraxis. Seit anfangs 2019 ist diese neben der Hausarztpraxis in Bürglen neu auch in Schwyz tätig.
Florian Arnold
Ausgebildete Pflegefachleute sollen künftig Arbeiten von Hausärzten übernehmen können. In Uri wird dies in einem Pilotprojekt getestet. (Bild: Keystone/Gaetan Bally)

Ausgebildete Pflegefachleute sollen künftig Arbeiten von Hausärzten übernehmen können. In Uri wird dies in einem Pilotprojekt getestet. (Bild: Keystone/Gaetan Bally)

Im Kanton Uri wird das Pilotprojekt «Interprofessionelle Arbeitsteilung zwischen Hausarzt/Hausärztin und Nurse Practitioner» umgesetzt. Dieses steht unter der Leitung des Instituts für Hausarztmedizin und Community Care Luzern (IHAM). Dabei unterstützt eine Pflegeexpertin die ärztlichen Tätigkeiten in einer Hausarztpraxis.

Neu auch in einer Gruppenpraxis aktiv

Gut anderthalb Jahre nach dessen Start wird das Urner Projekt zum Einsatz einer Pflegefachfrau mit Masterabschluss (Pflegexpertin/«Nurse Practitioner») in einer Hausarztpraxis nun über die Kantonsgrenze hinweg erweitert: «Die Sanacare Gruppenpraxis in Schwyz beteiligt sich seit Anfang 2019 am Projekt», schreibt die Urner Gesundheitsdirektion in einer Mitteilung. Die Pflegeexpertin ist nun neben Bürglen auch in dieser Schwyzer Gruppenpraxis tätig.

Dr. med. Christoph Merlo, Leiter des IHAM, ist sehr erfreut über diese Weiterentwicklung des Projekts: «Es freut mich sehr, dass wir die Sanacare-Gruppenpraxis als weitere Partnerpraxis gewinnen konnten. Durch diesen Einbezug können wir im Rahmen des Projekts auch Erfahrungen und Daten in einer grösseren Hausarztpraxis sammeln. Dadurch wird das Projekt breiter abgestützt.»

Zufriedenheit sehr hoch

«Während der bisherigen Projektlaufzeit konnte belegt werden, dass beim Einsatz einer Pflegeexpertin in der Hausarztpraxis die Akzeptanz und Zufriedenheit sowohl bei Patientinnen und Patienten als auch bei den Angehörigen sehr hoch ist», heisst es in der Mitteilung weiter. Zudem zeige sich, dass sich die Pflegeexpertin insbesondere auf ältere Patientinnen und Patienten mit mehreren Krankheiten sowie auf Hausbesuche fokussieren könne.

Die Zusammenarbeit mit und das Mentoring durch die Hausärzte funktionierten bisher sehr gut. Die Auswertung der erhobenen Daten zeige, dass die Selbstständigkeit der Pflegeexpertin seit Projektbeginn stetig zunehme.

Gangbares Modell für ländliche Regionen

Das Projekt «ANP-Uri» hat bereits für grosses Interesse gesorgt. So wurde das Projekt an diversen nationalen und internationalen Veranstaltungen und Kongressen als innovatives Pilotprojekt zur Verbesserung der gesundheitlichen Versorgung ländlicher Regionen vorgestellt.

Die bisherige Tätigkeit der Pflegeexpertin in der Hausarztpraxis in Bürglen bleibt bestehen. Im Rahmen der Praxisübernahme durch die «Bristen Praxis» wird das hausärztliche Mentoring ab Mai 2019 durch Dr. med. Reto Kummer weitergeführt.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.