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HC KTV ALTDORF: Pascal Aschwanden setzt zum Höhenflug an

Mit Pascal Aschwanden steht eine grosse Nachwuchshoffnung in den Reihen des HC KTV Altdorf. Von seinem Trainer wird er mit viel Lob eingedeckt. Der linke Flügel will nach einem harzigen Saisonstart die Negativspirale stoppen.
Pascal Aschwanden erzielte in dieser Saison schon 19 Treffer. (Bild: Urs Hanhart (Altdorf, 26. September 2017))

Pascal Aschwanden erzielte in dieser Saison schon 19 Treffer. (Bild: Urs Hanhart (Altdorf, 26. September 2017))

Es sind grosse Fussstapfen, in die der Jungspund tritt. Pascal Aschwanden ist in dieser Saison nach dem Rücktritt eines wichtigen Mannschaftspfeilers des HC KTV Altdorf – Identifikationsfigur Ivan Fallegger – die Nummer eins auf der Linksaussenposition. Diese Herausforderung hat der Altdorfer mit viel Freude und Selbstbewusstsein angenommen: «Ich spüre das Vertrauen des Trainers und versuche dies mit konstanten Leistungen zu danken.»

Der Saisonstart lief überhaupt nicht nach dem Gusto der Altdorfer. Nur 1 Punkt aus sechs Meisterschaftsspielen, den Saisonstart hat man sich definitiv anders vorgestellt. Dennoch: «Die Stimmung im Team ist gut, wir lassen uns von diesem unglücklichen Saisonstart nicht verunsichern», gibt sich der 19-Jährige selbstbewusst. Trotz der aktuellen Resultatsmisere sei Ende Saison ein Rang in den Top 5 möglich. «Doch wir müssen uns noch mächtig steigern.»

«Ich profitiere von den erfahrenen Spielern»

Der aufstrebende Jungspund konnte bisher 19 Mal einnetzen und ist damit drittbester Skorer seines Teams. Eine beachtenswerte Ausbeute, wenn man bedenkt, dass er vergangene Saison noch für die U19-Junioren im Einsatz stand und in der ersten Mannschaft nur Kurzeinsätze hatte. Aschwanden zeigt sich aber durchaus selbstkritisch: «Ein Flügelspieler sollte eine Quote von 80 Prozent haben. Ich muss meine Effizienz im Abschluss unbedingt noch verbessern.»

In den meisten Partien wurde er über die volle Distanz eingesetzt. Es sei nicht einfach gewesen, sich an das hohe Niveau der Nationalliga B zu gewöhnen, erklärt der linke Flügel. «Ich lerne in jedem Training dazu und profitiere dabei von meinen erfahrenen Mitspielern, die mir viel mit auf den Weg geben.»

Fokus ganz auf Handball gerichtet

Aschwanden hat in diesem Jahr die kaufmännische Lehre abgeschlossen und arbeitet bis im Sommer noch beim Kanton. Wie es danach weitergeht, ist ungewiss: «Momentan tendiere ich dazu, die Berufsmatura zu absolvieren.» Der weitere berufliche Werdegang stehe noch in den Sternen. Den Weg zum Handballsport fand der Altdorfer in der Primarschule. «Nach einem Schnuppertraining hat mich das Handballfieber gepackt. Seither kann ich mir ein Leben ohne diesen Sport nicht mehr vorstellen.» Er war nebenbei auch noch in der Pfadi aktiv und spielte fleissig Trompete. Irgendwann wurde ihm alles zu viel, und er setzte voll auf die Karte Handball. Als er den Sprung in die U15-Regionalauswahl schaffte – diese setzt sich aus den besten Spielern der Zentralschweizer Vereine zusammen –, richtete er seinen Fokus definitiv ganz auf den Handball. Ende Jahr bekamen sie es dann an der Schweizer Meisterschaft mit anderen regionalen Auswahlen aus der ganzen Schweiz zu tun.

Der äusserst wendige und schnelle Handballer bezeichnet sich eher als ruhigen und zurückhaltenden Typ. «Ich bin nicht jemand, der auf dem Feld den Chef markiert.» Auch privat sei er nicht als «Sprücheklopfer» bekannt. Am Sport fasziniert ihn die Vielseitigkeit. «Es ist eine Kombination aus Kraft, Ausdauer und Schnelligkeit.»

Aschwanden ist ehrgeizig und hat einen starken Willen. Seine Schnelligkeit kommt ihm als Flügelspieler entgegen, vor allem bei Gegenstössen. Bis er zu einem kompletten Flügelspieler herangereift sei, gebe es aber noch viel zu tun, sagt die Nachwuchshoffnung des KTV Altdorf. «Meine Effizienz im Torabschluss möchte ich unbedingt verbessern.» Auch an den verschiedenen Wurftechniken und -varianten will er feilen und dabei Fortschritte erzielen. Zudem sieht er auch in seinem Defensivverhalten noch viel Luft nach oben.

Deutscher Nationalspieler als Vorbild

Mario Obad, Spielertrainer des HC KTV Altdorf, ist überrascht von den Auftritten Aschwandens in den bisherigen Spielen. «Der Nachwuchsmann hat gezeigt, dass er vor grossen Herausforderungen nicht zurückschreckt, und er hat sich schnell an das Niveau angepasst.» Trotzdem habe der 19-Jährige sein Potenzial noch nicht ausgeschöpft. «Die Wurfqualität kann er bestimmt noch verbessern», glaubt Mario Obad. Der Spielertrainer beschreibt seinen Schützling als lernwilligen und ehrgeizigen Sportler. «Wenn er weiter an sich arbeitet, prognostiziere ich ihm eine rosige Zukunft.»

Angesprochen auf sein Vorbild, muss Aschwanden nicht lange überlegen: «Ganz klar Uwe Gensheimer.» Der deutsche Nationalspieler läuft für den französischen Weltklasseverein Paris Saint-Germain HB auf. «Seine Wurftechnik ist eine der besten auf der Welt.»

Sportlich will sich Aschwanden fortan mit dem HC KTV Altdorf in der Nationalliga B etablieren. Der Rechtshänder ist zuversichtlich, dass die Marschrichtung für ihn und den HC KTV Altdorf bald wieder nach oben zeigt. Der erste Schritt soll dazu morgen Samstag auswärts im Derby gegen Stans gemacht werden. «Wir sind voll motiviert und starten zur Aufholjagd», gibt sich Pascal Aschwanden überzeugt.

Philipp Zurfluh

philipp.zurfluh@urnerzeitung.ch

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