Herausgepickt: Urner Landammann spricht an der Seite der Bundespräsidentin

An der Medienkonferenz des Bundesrats zur aktuellen Coronasituation kam auch Urban Camenzind in seiner Funktion als Vizepräsident der Volkswirtschaftsdirektorenkonferenz zu Wort.

Florian Arnold
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«Der Einbruch der Schweizer Wirtschaft ist historisch, er fällt jedoch geringer aus als erwartet.» Dies sagt der Urner Landammann und Volkswirtschaftsdirektor am vergangenen Mittwoch gegenüber den Schweizer Medien. Als Vizedirektor der Volkswirtschaftsdirektorenkonferenz sprach er an der Seite von Bundespräsidentin Sommaruga an jener Pressekonferenz, an welcher der Bundesrat erneut an die Eigenverantwortung der Schweizerinnen und Schweizer appelliert. «Es ist kurz vor zwölf», so die viel zitierte Einleitung von Sommaruga an der Konferenz.

Urban Camenzind lobte in seinem Statement Bund und Kantone für ihr unkompliziertes und rasches Handeln. Es sei gelungen, Löhne und Arbeitsplätze zu sichern. Die einzelnen Kantone würden von der Krise unterschiedlich getroffen. Einzelne müssten mit einer Einbusse des BIP (Bruttoinlandprodukt) von bis zu 10 Prozent rechnen, bei anderen sei es weniger. Es sei deshalb auch wichtig, unterschiedlich zu reagieren, brach Camenzind eine Lanze für den Förderalismus. In jedem Fall gelte es aber, weitere Lockdowns zu verhindern – nationale wie regionale. Denn die volkswirtschaftlichen und gesellschaftlichen Kosten würden enorm. Verhindern müsse man die Schliessung von Fabriken und Baustellen. «Ein Ausfall könnte zahlreiche negative Konsequenzen mit sich bringen», so Camenzind.

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