Silenen befindet über Umzonung wegen neuer Sporthalle

Neben der Umzonung stehen das Budget 2021 sowie Wahlgeschäfte im Zentrum der Herbstgemeindeversammlung vom 18. November.

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In Silenen steht die Gemeindeversammlung bevor.

In Silenen steht die Gemeindeversammlung bevor.

Bild: Boris Bürgisser
(10. November 2019)

(stp) Im Zentrum der kommenden Gemeindeversammlung in Silenen steht das Budget für das kommende Jahr. So stimmen die Bürgerinnen und Bürger am 18. November darüber ab, ob sie den Gesamtaufwand von rund 6,57 Millionen Franken und Einnahmen von etwas weniger als 6,63 Millionen Franken genehmigen wollen. Wie aus einer Mitteilung der Gemeindeverwaltung hervorgeht, rechnen die Verantwortlichen somit mit einem Ertragsüberschuss von 58'700 Franken. Im Vorjahr war noch ein Ertragsüberschuss von rund 20'000 Franken budgetiert.

Positiv auf den Voranschlag würden sich insbesondere diverse Mehrerträge in den Bereichen «Steuern natürliche Personen» und «Finanz- und Lastenausgleich» auswirken. Erfreulich seien auch die zunehmenden Einnahmen aus der Beteiligung an der KW Bristen AG sowie die wiederkehrenden Einnahmen aus den total sechs Wohnungen im sanierten Gemeindehaus. Die Teilrevision des kantonalen Finanz- und Lastenausgleichs zwischen den Gemeinden habe zudem Einfluss auf diverse Aufwand- und Ertragspositionen. Diese würden durch die Globalbilanz aber wieder ausgeglichen werden.

Grösste Investition in Umfahrungsstrasse Eichhornboden

Das Budget 2021 der Investitionsrechnung weist Ausgaben von rund 1,05 Millionen Franken und Einnahmen von exakt 15'000 Franken auf. Die Zunahme der Nettoinvestition beträgt somit etwas weniger als 1,04 Millionen. Die grösste vorgesehene Ausgabenposition im Betrag von 650'000 Franken betrifft die Erstellung der Umfahrungsstrasse Eichhornboden in Bristen.

Die weiteren Ausgaben setzen sich hauptsächlich zusammen aus: Ersatz EDV-Hard- und Software bei der Gemeindeverwaltung, Liegenschaftsunterhalt im Bereich Feuerwehr, Anschaffungen bei den Feuerwehren, Unterhaltsarbeiten im Schulhaus Amsteg, Unterhaltsarbeiten an den Mauern Riedweg, Beiträge an Wasserversorgungen, Instandsetzungsarbeiten Verbauung Baumgarti/Langenzug/Luchschälen und der Revision der Nutzungsplanung. Bereits eingerechnet ist auch ein Beitrag an die geplante Dreifachsporthalle Grund, Amsteg,

Der Gemeinderat beantragt, den Steuerfuss der natürlichen Personen für das Jahr 2021 unverändert bei 105 Prozent sowie den Kapitalsteuersatz der juristischen Personen bei 2,4 Promille zu belassen.

Wahlen beim Schulrat und der Wasserkommission

Das Schulkommissionsmitglied Sandro Arnold wurde im vergangenen August in stiller Wahl als Mitglied des Gemeinderates gewählt. Er wird innerhalb des Gemeinderates ab 1. Januar das Ressort Bildung übernehmen und die Schulkommission präsidieren. Entsprechend entsteht in der Schulkommission eine Vakanz. Diese gilt es mit einer Ersatzwahl zu schliessen.

Nachfolge von Hanspeter Indergand im kommenden März bestimmt

Hanspeter Indergand hat als Sozialvorsteher des Gemeinderates Silenen aus gesundheitlichen Gründen per 30. April 2021 demissioniert. Der Gemeinderat Silenen hat dem Entlassungsbegehren anlässlich seiner Sitzung vom 2. November 2020 zugestimmt und die Ersatzwahl auf den 7. März 2021 angesetzt.

Das Wahlverfahren richtet sich nach den Bestimmungen des kantonalen Gesetzes über die geheimen Wahlen, Abstimmungen und die Volksrechte (WAVG) vom 21. Oktober 1979 und den seitherigen Änderungen. Die Bestimmungen des kantonalen Gesetzes betreffend die stillen Wahlen sind anwendbar.

An der Gemeindeversammlung vom 24. Juni 2020 wurde die Verordnung über die Wasserversorgung Silenen von den Stimmberechtigten einstimmig genehmigt. Die Verordnung tritt per 1. Januar in Kraft. Gestützt auf den erwähnten Rechtserlass ist eine Wasserkommission, bestehend aus dem Präsidium und vier bis sechs Mitgliedern, zu wählen. Die Wasserkommission ist das oberste leitende Organ der Wasserversorgung Silenen und vertritt diese nach aussen. Das Präsidium und drei bis fünf Mitglieder werden von der Gemeindeversammlung gewählt. Ein weiteres Kommissionsmitglied bestimmt der Gemeinderat aus seiner Mitte.

Umzonung geplant

Vor vier Jahren hatte die Korporation Uri vom Astra und der CKW AG zwei Landparzellen im Gewerbegebiet Grund, Amsteg, erworben. Der entsprechende Quartiergestaltungsplan wurde vom Regierungsrat des Kantons Uri am 10. Mai 2016 genehmigt.

Aktuell plant eine Investorengruppe im Entwicklungsgebiet Grund den Bau eines «Sport- und Ärztezentrums Silenen». Vorabklärungen beim Amt für Raumentwicklung haben ergeben, dass das Projekt dem Quartiergestaltungsplan entspricht. Entscheidend für den definitiven Standort der Baute ist die Korporation Uri als Grundeigentümerin. In diesem Zusammenhang hat der Engere Rat der Korporation Uri einen Vorentscheid getroffen: Der Standort für das Projekt «Sport- und Ärztezentrum Silenen» sei im Baufeld 3 vorzusehen. Dieses soll somit umgezont werden.

Gemeinde will sich an Sporthalle beteiligen

Zudem soll eine Sporthalle im Grund gebaut werden. Das zentral gelegene und verkehrstechnisch gut erschlossene Sportzentrum bietet kommunalen, kantonalen sowie ausserkantonalen Vereinen, Verbänden und Organisationen «attraktive Räumlichkeiten für die Durchführung von Trainings oder Wettkämpfen sowie Tagungen und Veranstaltungen unterschiedlichster Art», heisst es in der Mitteilung.

Hauptnutzer der Dreifachsporthalle ist der Verein Floorball Uri. Die Sportvereine der Gemeinde Silenen haben Bedarf für mindestens einen Abend pro Woche angemeldet. Weiter ist vorgesehen, dass die Oberstufe Silenen die Sporthalle für den Turnunterricht nutzt. Tagsüber und an den Wochenenden soll die Sporthalle der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen.

Als Standortgemeinde und aufgrund der Bedürfnisse der Ortsvereine und der Schule Silenen erachtet der Gemeinderat einen einmaligen Beitrag von 150'000 Franken an die Gesamtkosten für den Bau der Dreifachsporthalle von 3,25 Millionen Franken als «verhältnismässig und angemessen».