Herger auch im zweiten Wahlgang wilder Kandidat

Der Bürgler Gemeindepräsident Erich Herger (CVP) tritt auch im zweiten Wahlgang der Urner Regierungsratswahlen als wilder Kandidat an. Die 4698 Stimmen im ersten Wahlgang, bestärkten ihn in diesem Entschluss.

Drucken
Teilen
Ericher Herger, CVP. (Bild: Neue UZ)

Ericher Herger, CVP. (Bild: Neue UZ)

Mit Mut und Entschlossenheit habe er den Weg als Regierungskandidat eingeschlagen. «Mit Zuversicht und ungebrochener Freude setze ich ihn nun fort», kommentierte Herger am Montag in einem Blog-Eintrag seinen Entscheid. Seine Chancen, das Ziel zu erreichen, seien intakt. «Davon bin ich persönlich überzeugt», schrieb er.

Der 55-Jährige war im Hinblick auf die Wahlen als Chefredaktor des «Urner Wochenblatts» zurückgetreten. An der Parteiversammlung der CVP von Ende November wurde er jedoch nicht offiziell nominiert. Daraufhin entschied er sich, die Wahlen ohne den Rückhalt seiner Partei zu bestreiten und als wilder Kandidat anzutreten.

Im ersten Wahlgang verpasste Herger das absolute Mehr zwar um 1579 Stimmen, landete aber trotzdem auf Platz drei der Rangliste der Nichtgewählten, knapp hinter Barbara Bär von der FDP, die ebenfalls wild kandidiert hatte.

Bär wohl auf der FDP-Liste

Im Gegensatz zu Herger dürfte es Bär nun aber im zweiten Wahlgang auf die FDP-Liste schaffen. Die FDP will weiter um ihren zweiten Sitz kämpfen. Der offizielle FDP-Kandidat Thomas Arnold aber gab vergangene Woche bekannt, dass er nicht mehr antreten werde. Den definitiven Entscheid fällt die FDP am Parteitag vom 22. März.

Die CVP hingegen wird auf Urban Camenzind setzen, der im ersten Wahlgang von den Nichtgewählten das beste Resultat erzielte. Er soll der CVP den dritten Sitz in der Regierung sichern. Der Vorstand der CVP empfiehlt dem Parteitag einstimmig, Camenzind für die Wahlen vom 15. April zu nominieren. Mitbewerberin Patrizia Danioth hatte ihren Verzicht erklärt.

Erneut antreten wird auch die SVP und zwar mit ihrem Kandidaten Josef Schuler. Im ersten Wahlgang landete Schuler auf dem zweitletzten Platz.

Zu einem zweiten Wahlgang bei den Urner Regierungsratswahlen kommt es, weil im ersten Wahlgang am 11. März erst fünf der sieben Sitze vergeben worden waren. Auf Anhieb schafften die Wahl Josef Dittli (FDP/bisher), Heidi Z'graggen (CVP/bisher), Beat Arnold (SVP/ bisher), Markus Züst (SP/bisher) und Beat Jörg (CVP/neu).

sda