Hier donnern 500 Kubikmeter Fels zu Tal

Zwischen Spiringen und Unterschächen hat sich am Montag ein eindrücklicher Felssturz ereignet. Nun wird das Gebiet beobachtet.

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Der Felssturz wirbelte viel Staub auf. Im Vordergfrund der Kirchturm von Spiringen. (Bild: Leserbild Remo und Kary Gisler)

Der Felssturz wirbelte viel Staub auf. Im Vordergfrund der Kirchturm von Spiringen. (Bild: Leserbild Remo und Kary Gisler)

Es war Montag, 13.15 Uhr, als es passierte: Am steilen Hang der «Spitze» oberhalb von Spiringen ereignete sich ein Felssturz. Dieser sorgte für eine bedrohliche Staubwolke. Von der Klausenstrasse aus sah man das Ereignis sehr gut. Das Schauspiel hat laut Augenzeugen rund eine Stunde gedauert.

Jann Marx, Leiter der kantonalen Abteilung Naturgefahren, sagt, dass zwischen 100 und 500 Kubikmeter Fels ins Tal gedonnert seien. Zum Vergleich: 2003 wurden bei der Bristenstrasse rund 16'000 Kubikmeter Fels weggesprengt. Die Gesteinsbrocken seien vor dem Schächenbach zum Stillstand gekommen. Glücklicherweise wurden keine Schäden registriert, denn das Gebiet unterhalb der Spitze wird nicht genutzt.

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1887 starben sechs Menschen

Laut Marx kommt es an der Spitze immer wieder zu kleineren und grösseren Felsabbrüchen. Deshalb sähen sich die verantwortlichen Behörden momentan auch nicht gezwungen, Massnahmen zu ergreifen. «Wir werden die Stelle aber im Auge behalten», so Marx.

Die Abbruchstelle vom Montag liegt im gleichen Gebiet wie beim Felssturz im Jahr 1887. Damals starben sechs Menschen und zwei Heimwesen wurden zerstört.

Florian Arnold und Elias Bricker