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Chalet des Alpes in Wassen: Hier kommen Backpacker auf ihre Kosten

Stilvoll, gemütlich und unkompliziert. Mit diesen drei Attributen werben Michael und Patrik Gentsch für ihr Backpacker-Hostel im Urner Oberland. Mit Erfolg: Abseits der Touristenströme haben sie genügend Kundschaft.
Philipp Zurfluh
Patrik und Michael Gentsch vor dem «Gotthard-Backpacker» im Chalet des Alpes. (Bild: Jakob Ineichen, Wassen, 27. Juli 2018)

Patrik und Michael Gentsch vor dem «Gotthard-Backpacker» im Chalet des Alpes. (Bild: Jakob Ineichen, Wassen, 27. Juli 2018)

Die Sonne brennt vom strahlend blauen Himmel. Es herrscht reger Verkehr auf der Gotthardstrasse bei Wassen. Viele Auto- und Töfffahrer ziehen auf ihrer Reise Richtung Süden die Kantonsstrasse der Autobahn A2 vor. Die Zwillinge Michael und Patrik Gentsch stört dies nicht. Die beiden Inhaber des «Gotthard-Backpacker» (www.gotthardbackpacker.ch) haben es sich im Garten des Chalets gemütlich gemacht. Seit 2006 führen die beiden 33-Jährigen das Backpacker-Hostel, das über total 16 Schlafplätze verfügt, verteilt auf vier Zimmer. «Wir haben uns mit dem Umbau des Mehrfamilienhauses in ein Backpacker-Hostel einen Jugendtraum erfüllt», sagen sie.

Als die beiden ihre Ausbildung als Hochbauzeichner respektive Zimmermann abgeschlossen hatten, deutete noch wenig darauf hin, dass es sie mal in den beschaulichen Kanton Uri verschlagen könnte und dass sie dort sesshaft würden. Geboren und aufgewachsen sind die beiden nämlich im baslerischen Liestal. Doch vor 13 Jahren zog es sie weg von Baselland.

«Einfach alles hat gepasst»

«Wir hatten schon immer den Wunsch, ein Haus zu kaufen und etwas aufzubauen», sagt Patrik. «Als wir das Chalet 2005 übernahmen, war es eine Bruchbude», so Michael. Es standen diverse Sanierungsarbeiten an, von Zimmerei- und Maurerarbeiten über Gipser- oder Malerarbeiten bis hin zu Sanitär-, Elektromonteur- und Fliessenarbeiten: Sie mussten fast das ganze Gebäude renovieren. Die Gentsch-Zwillinge taten dies ohne fremde Hilfe.

Im Chalet befinden sich vier stilvoll eingerichtete Zimmer. (Bild: Jakob Ineichen)
Michael und Patrik Gentsch haben die Unterkunft ohne fremde Unterstützung renoviert. (Bild: Jakob Ineichen)
16 Schlafplätze stehen den Gästen zur Verfügung. (Bild: Jakob Ineichen)
Stilvoll, gemütlich und unkompliziert. Mit diesen drei Attributen werben Michael und Patrik Gentsch für ihr Backpacker-Hostel. (Bild: Jakob Ineichen)
Im Hostel gibt es einen gemeinsamen Ess- und Wohnbereich. (Bild: Jakob Ineichen)
Michael und Patrik Gentsch: «Backpacking hat sich in den vergangenen Jahren zu einem Lifestyle entwickelt.» (Bild: Jakob Ineichen)
6 Bilder

Das Hostel Gotthard-Backpacker in Wassen

Sie hatten auch im Wallis, in Graubünden oder am Walensee weitere zum Verkauf stehende Objekte besichtigt. Doch am meisten tat es ihnen das rustikale, aber stilvoll eingerichtete Gebäude am Wassner Dorfausgang an. «Der Preis, die Lage, das Ambiente – einfach alles hat gepasst», meint Michael Gentsch.

Sie profitieren von der Nähe zur Gotthard-Bahnlinie sowie zur Autobahn, die sich nur wenige hundert Meter entfernt befinden. Mit der Auslastung sind sie zufrieden, die Tendenz ist steigend. «Backpacking hat sich in den vergangenen Jahren zu einem Lifestyle entwickelt. Die Idee besteht darin, dass der Rucksacktourist in unserer Unterkunft das Essen mitbringen kann und es in der ­Küche selber zubereitet. Dies wissen unsere Gäste zu schätzen.»

Doch welche Art von Touristen «verirren» sich überhaupt ins Urner 450-Seelen-Dorf? «Bei uns übernachten fast nur ausländische Touristen», sagt Michael Gentsch. Es komme höchst selten vor, dass mal eine Urnerin oder ein Urner bei ihnen nächtige. Viele Gäste legen bei der Durchreise in den Süden bei ihnen einen kurzen Zwischenstopp ein. Für Weiterreisende ist die Unterkunft optimal: Es hat genügend Parkplätze, die Bushaltestelle ist nah und ein Veloabstellraum ist vorhanden.

Gute Noten von den Nutzern

Offen steht die Unterkunft grundsätzlich allen. Aber: «Nicht gut geeignet ist sie für grössere Gruppen von Motorradfahrern», so Patrik Gentsch. Sie hätten schon Probleme gehabt wegen Lärmstörungen oder schmutzig hinterlassenen Zimmern.

«Die Rückmeldungen der Gäste sind durchwegs positiv», freut sich Michael Gentsch. Dies lässt sich auch im Internet belegen. Auf der Plattform www.booking.com etwaist die Bewertungsspalte voll des Lobes. «Wunderschön und mit viel Herzblut renoviertes Hostel», schreibt ein Nutzer. Und ein anderer: «Die Gastgeber sind sehr nett, die Unterkunft sehr sauber.»

Das Backpacker-Hostel hat von Oktober bis Mai geschlossen. Patrik Gentsch geht während dieser Zeit jedes Jahr nach Neuseeland, wo er ein Haus gebaut und viele Freundschaften geknüpft hat. Michael Gentsch reist ebenfalls oft ins Ausland und geht seiner Leidenschaft nach, der Kunstmalerei. «Danach können wir jeweils wieder voller Energie ins Geschäft im Urner Oberland einsteigen.»

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