Hilfe annehmen ist wichtig und richtig

Hilfe annehmen ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein Akt der Stärke. Tipp 3 von 10 in der Serie zur Stärkung der psychischen Gesundheit.

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(ml) Die Gesundheitsförderung Uri informiert in dieser ausserordentlichen Lage regelmässig über die bewährten «10 Schritte+ für psychische Gesundheit», angepasst an die aktuellen Empfehlungen des Bundesamts für Gesundheit. In Teil 3 geht es um das Thema «Hilfe holen und annehmen».

«Es gibt Menschen, die mir helfen wollen, wenn ich mich ihnen anvertraue», so die Gesundheitsförderung Uri. Sie betont, dass man sich Hilfe holen darf und trotzdem kein Schwächling ist – im Gegenteil, Hilfe annehmen sei ein Akt der Stärke. Hilfe zu holen, heisst auch, Vertrauen zu haben und Vertrauen zu schenken.

Mich nicht frei bewegen können. Eingeschränkt zu sein. Mich eingesperrt fühlen. Das ist gerade in dieser ausserordentlichen Lage eine grosse Herausforderung – und kann zu Konfliktsituationen innerhalb von Beziehungen und Familien führen. In besonders belastenden Situationen ist es wichtig, bei den eigenen Fähigkeiten zu bleiben, Aufgaben zu delegieren und um Hilfe zu bitten. Dies erfordert Vertrauen und Zutrauen auch in andere.

Diesbezüglich kann man sich selber folgende Fragen stellen: Wie steht es um mich? Vertraue ich darauf, dass es Hilfe gibt, wenn ich danach frage? Kann ich akzeptieren, dass Menschen Aufgaben anders lösen, als ich es tun würde? Hole ich mir Hilfe, bevor ich meine Überforderung, Unsicherheit oder Wut an anderen auslasse? An alle professionellen Helferinnen und Helfer: Wann habe ich mir zuletzt helfen lassen?

Die Gesundheitsförderung gibt verschiedene Tipps und Anregungen:

  • Telefoniere mit deiner jüngeren Nachbarin oder Nachbarn und bitte um einen Botengang.
  • Nimm Unterstützung an. Du hilfst damit anderen, sich nützlich zu fühlen.
  • Wende dich bei Bedarf an die verschiedenen Beratungsstellen (siehe Box).
  • Sprich über Gewalt (www.fvgs.ch).

Wichtige Nummern

  • 041 874 13 13: Fachstelle für Familienfragen und frühe Kindheit Uri
  • 041 870 42 25: Fachstelle für Altersfragen Uri
  • 041 874 30 75: SRK Uri (Koordination von Freiwilligeneinsätzen)
  • 041 874 11 80: Kontakt Uri (Suchtberatung, Jugendberatung, Elternberatung)
  • 041 874 00 20: APP Uri (Ambulante Psychiatrie und Psychotherapie)
  • 143: Beratung und Hilfe für Erwachsene (Die Dargebotene Hand)
  • 147: Beratung und Hilfe für Kinder und Jugendliche (Pro Juventute)

Hinweis: Auf der Website www.gesundheitsfoerderung-uri.ch gibt es weiterführende Informationen.