Hilfswerk der Kirchen Uri ist bestürzt über Absetzung von Martin Kopp

Die Institution steht hinter ihrem Gründungsmitglied, Generalvikar Martin Kopp. Vermisst wird insbesondere eine Würdigung seines Schaffens.

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Generalvikar Martin Kopp arbeitet mit Jugentlichen.

Generalvikar Martin Kopp arbeitet mit Jugentlichen.

Archivbild: Nadia Schärli (2017)

(zf) «Befremdet und mit grossem Bedauern hat das Hilfswerk der Kirchen Uri von der unbegreiflichen Absetzung von Dr. Martin Kopp als Generalvikar der Urschweiz Kenntnis genommen», schreibt die Institution in einer Stellungnahme. Martin Kopp war der Initiator des Hilfswerks der Kirchen Uri. Er habe in den vergangenen 15 Jahren massgeblich zu dessen Entwicklung zu einer anerkannten Sozialberatungs- und Diakoniefachstelle beigetragen. «Auch darüber hinaus hat er sich im Kanton Uri wie in der übrigen Zentralschweiz mit beispiellosem Engagement in den Dienst einer Kirche gestellt, die zu den Menschen geht und deren Sorgen und Nöte ernst nimmt.» Für ihn sei Diakonie das «Evangelium der Tat», und damit habe er weitherum auch das Bild einer offenen und mitmenschlichen Kirche zu vermitteln vermocht.

«Sein Geist wird durch Krise führen»

«Die unvermittelte Absetzung kurz vor dem von Martin Kopp selber angekündigten Rücktritt in einigen Monaten macht insbesondere auch betroffen, zumal sie eine Würdigung seines grossen und in vielerlei Hinsicht erfolgreichen kirchlichen und diakonischen Engagements schmerzlich vermissen lässt.» Das Hilfswerk der Kirchen Uri ist Martin Kopp äusserst dankbar für das, was er für das Werk, aber auch für die Menschen und weitere Institutionen in Uri und darüber hinaus, getan hat. «Sein Geist, sein Gottes- und Kirchenverständnis wird die Organisation und seine Verantwortlichen gerade auch durch diese krisenhaften Tage und Wochen, wo Mitmenschlichkeit und soziales Engagement (auch von den Kirchen) besonders gefordert sind, tragen.»

Das Hilfwerk der Kirchen wünscht Martin Kopp von Herzen Kraft und Gesundheit und dankt ihm, dass er sich weiterhin zugunsten von Menschen am Rande der Gesellschaft engagiert.