«Himmelstöne» machen auf Gassenfest aufmerksam

Die Installation des Schattdorfer Künstlers Reto Scheiber erlebt eine Renaissance. Grund dafür ist die erfolgreich abgeschlossene Instandsetzung der Schützengasse und der Hellgasse.    

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Über der Schützengasse wehen Stofffahnen. (Bild: Markus Zwyssig, Altdorf, 2. Oktober 2018)

Über der Schützengasse wehen Stofffahnen. (Bild: Markus Zwyssig, Altdorf, 2. Oktober 2018)

Seit kurzem hängen in der Schützengasse in Altdorf 18 Stofffahnen. Die Installation mit dem Titel «Himmelstöne» des Schattdorfer Künstlers Reto Scheiber wurde bereits 2009 am internationalen Musikfestivals Alpentöne gezeigt.

Grund für die Renaissance der «Himmelstöne» ist das Gassenfest, das am kommenden Samstag, 6. Oktober, ab 10 Uhr zur Instandsetzung der Schützengasse und der Hellgasse stattfindet. Unter anderem wird an diesem Tag eine mit Texten bestückte Zeitkapsel verschlossen und vergraben, bevor die letzten Pflastersteine versetzt werden.

«Nullfahnen bedeuten offensichtlich nichts»

«Hier in der Gasse treffen sich unmittelbar unsere irdische Welt und jene des Himmels», hielt Andreas Widmer 2009 in Altdorf bei der Vernissage zu Reto Scheibers Ausstellung «Himmelstöne» mit Videos, Malereien und Installationen fest. «Der Himmel infiziert unsere Welt mit seinen Farben. Diese Nullfahnen in der Schützengasse bedeuten offensichtlich nichts. Sie tragen keine Zeichen, wie das bei Fahnen zu erwarten wäre. Dies mag uninformierte Betrachter irritieren. Eine verschwenderische sinnlose Geste? Ein auffällig differenzierter Farbreichtum allein mag stutzig machen. Aber gerade weil die Fahnen auf nichts verweisen, vermögen sie unseren Blick in die Höhe zu lenken und für die Farbenvielfalt des Himmels zu öffnen.» (pd/bar)