Hirschgeweih-Sammler stören Wildtiere

Im Kanton Uri sind in den letzten Jahren vermehrt Sammler von Hirschgeweihen in die Wälder eingedrungen. Damit stören sie im Frühjahr die Wildtiere. Das Amt für Forst und Jagd ruft daher zum Verzicht auf die Geweih-Suche in sensiblen Gebieten auf.

Drucken
Teilen
Ein Hirsch im rstfelder Wyler. (Bild: Archiv Neue UZ)

Ein Hirsch im rstfelder Wyler. (Bild: Archiv Neue UZ)

Im Frühling stossen die Hirsche ihre so genannten Stangen ab, wie Beat Annen, Vorsteher des Urner Amtes für Forst und Jagd bestätigte. Diese Geweihe sind offenbar sehr beliebt. Jedenfalls verzeichnet man in Uri ein vermehrtes Auftreten von Hirschstangen-Sammlern. Damit stören sie aber die Wildtiere, für die das Frühjahr eine strenge Zeit ist. «Die Türe müssen ausreichend Futter finden sich dabei wenig bewegen, damit sie möglichst schonend mit ihren Kraftreserven umgehen können», heisst es in einem Aufruf im neusten Urner «Amtsblatt».

Fluchtstress kann für die Tiere tödlich sein und auch zu Schäden in den Schutzwäldern führen. Es sei deshalb äuserst wichtig, den Tieren Gebiete zu lassen, in welche sie sich zurückziehen und wo sie ungestört überwintern können, hält das Amt für Forst und Jagd fest. In dem Aufruf zum Verzicht auf das Hirschstangensuchen wird darauf hingewiesen, dass in Jagdbanngebieten bei Störungen des Wildes Anzeige erstattet werden kann.

sda