Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

HOCHSPANNUNGSLEITUNGEN: So hoch dürfen nur Spezialisten ran

Swissgrid legt die Hochspannungsleitungen mit jenen der SBB zusammen. Für die Abschlussarbeiten wird auf den bestehenden Leitungen der Strom gekappt.
Florian Arnold
Im Urner Talboden werden die Hochspannungsleitungen versetzt. In spektakulärer Arbeit werden die neuen Masten zusammengebaut. (Bild: Florian Arnold (21. Februar 2018))

Im Urner Talboden werden die Hochspannungsleitungen versetzt. In spektakulärer Arbeit werden die neuen Masten zusammengebaut. (Bild: Florian Arnold (21. Februar 2018))

Florian Arnold

florian.arnold@urnerzeitung.ch

Es sind spektakuläre Bilder, die man zurzeit im Urner Talboden sehen kann: Arbeiter in orange leuchtenden Kleidern hängen in schwindelerregender Höhe und montieren jene Bauten, die das Bild des Talbodens in den nächsten Jahrzehnten prägen werden. Swissgrid und die SBB legen ihre Hochspannungsleitungen im Urner Talboden entlang der Autobahn zusammen. Heute verlaufen sie auf separaten Trassees quer durch den Talboden. Neu werden die beiden Leitungen auf einer Gesamtlänge von 4,7 Kilometern auf einem einzigen Trassee gebündelt und parallel zur A2 geführt. Dies entlastet den Talboden – vor allem den Eyschachen, wo die Regierung einen Entwicklungsschwerpunkt schaffen will.

Zurückgebaut werden 31 Masten: 11 von Swissgrid und 20 der SBB. Neu gebaut werden 17 Masten. In einer ersten Phase wurden die Fundamente erstellt, was im Februar abgeschlossen werden konnte. Danach wurde unmittelbar mit den Montagearbeiten begonnen. «Nach heutigem Stand kann der geplante Termin für die Inbetriebnahme von Ende April 2018 eingehalten werden», sagt Alessandro Cameroni, Sprecher von Swissgrid.

Kletter- und Rettungskurse absolviert

Die neuen Masten im Urner Talboden sind zwischen 50 und 62 Meter hoch: keine Arbeitshöhe für schwache Nerven. «Für Swissgrid hat die Sicherheit der Arbeiter höchste Priorität», sagt Cameroni. Die Freileitungsmonteure seien alle nach den Vorgaben des Eidgenössischen Starkstrominspektorats (Esti) ausgebildet. «Die Voraussetzungen, um diese anspruchsvolle Tätigkeit in schwindelerregender Höhe ausführen zu können, sind auch der Nachweis der Höhentauglichkeit und des von der Suva vorgeschriebenen Kletterkurses», so der Sprecher von Swissgrid. Zudem absolvierten die Arbeiter Rettungskurse. Während der Arbeiten sind die Freileitungsmonteure jederzeit gegen Absturz gesichert, dies mit professioneller Kletterausrüstung durch Sicherheitsleine, Sicherheitsgurt und Kletterhelm. Und schliesslich tragen sie zum persönlichen Schutz Warnkleider und Bergschuhe.

Nylon-Seile ziehen die Leitungen hoch

Die Masten stehen schon bald. Doch wie gelangen die Leitungen schliesslich auf die Masten? «Nachdem alle Masten gestellt sind, werden Nylon-Vorseile von Hand eingezogen», erklärt Cameroni. An der Mastwand installieren die Fachspezialisten einen Seilzug, um das notwendige Material bis zu den Mastauslegern hochziehen zu können. Anschliessend werden die Leiterseile mit Zug- und Bremsmaschinen eingezogen. «Die Mastausleger befinden sich je nach Mastenhöhe zwischen 20 und 90 Meter über Boden. Bei maximaler Höhe entspricht das der Kathedrale Notre Dame in Paris», zieht Cameroni den Vergleich.

Neben den neuen Masten verlaufen heute die alten Leitungen. Zwar können einige der Arbeiten während des Betriebs der Leitungen durchgeführt werden. «Während der Montagearbeiten wird die Leitung aber ausser Betrieb genommen», so der Sprecher von Swissgrid.

An mehreren Orten im Urner Talboden – wie hier in Altdorf – wird zurzeit in schwindelerregender Höhe an der Zusammenlegung von Swissgrid- und SBB-Hochspannungsleitungen gearbeitet. (Bild: Florian Arnold (Altdorf, 21. Februar 2018))

An mehreren Orten im Urner Talboden – wie hier in Altdorf – wird zurzeit in schwindelerregender Höhe an der Zusammenlegung von Swissgrid- und SBB-Hochspannungsleitungen gearbeitet. (Bild: Florian Arnold (Altdorf, 21. Februar 2018))

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.