Uri
Höhere Abschreibungen führen zu Verlust

Abwasser Uri hat nach der Fusion von Bauen und Seedorf die Stimmenanteile angepasst.

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Nach der Fusion von Seedorf (Bild) und Bauen muss Abwasser Uri die entsprechenden Anpassungen vornehmen.

Nach der Fusion von Seedorf (Bild) und Bauen muss Abwasser Uri die entsprechenden Anpassungen vornehmen.

Bild: Florian Arnold

Mit der Fusion der Gemeinden Bauen und Seedorf mussten die Stimmrechtsverhältnisse neu geregelt werden. Dies wurde nötig, da aufgrund der gesetzlichen Vorgaben bei der Gründung der Abwasser Uri jeder Gemeinde ein Grundanteil von 1.7 Prozent zugeteilt wurde. Die fusionierte Gemeinde Seedorf verfügt somit faktisch neu über zwei Grundanteile. Diese neue Ausgangslage wird in den revidierten Statuten pragmatisch übernommen, indem die Stimmanteile von Bauen und Seedorf neu addiert bei der Gemeinde Seedorf enthalten sind. Auf die Verteilung des Grundanteils der Gemeinde Bauen auf alle Gemeinden wurde verzichtet. Die Teilrevision wurde einstimmig genehmigt.

Budget rechnet mit Mehraufwand

Bei Einnahmen von 8.37 Millionen und Ausgaben von 8.86 Millionen Franken sieht das Budget 2022 einen Mehraufwand von 490000 Franken vor. Der Grund für das prognostizierte Defizit liegt insbesondere in den höheren Abschreibungen. Diese nehmen gegenüber dem Vorjahr um fast 400000 Franken zu. Der Anstieg ist Folge der hohen Investitionen der letzten Jahre, insbesondere in die Ableitung der Abwässer aus dem Urner Oberland.

Gleichzeitig werden aber im kommenden Jahr auch erste Teilprojekte des Abwasserprojekts Urnersee zur Abschreibung fällig und belasten damit die Erfolgsrechnung. Der Mehraufwand hat keine Auswirkungen auf die Abwassertarife.

Abwasserprojekt Urnersee

Die Gemeindevertreter wurden zum Abschluss der Versammlung am vergangenen Dienstag über den aktuellen Stand der verschiedenen Abwasserprojekte informiert. Die Verantwortlichen der Abwasser Uri konnten dabei unter anderem über einen positiven Start des Abwasserprojekts Urnersee berichten. Zur Aufhebung der Abwasserreinigungsanlagen Bauen, Isenthal, Isleten und Sisikon werden bis Ende 2021 bereits fast alle neuen landverlegten Leitungen realisiert sein. Ausstehend ist insbesondere noch die Verlegung der insgesamt rund 12 Kilometer langen Seeleitungen. Diese werden aktuell zwischen Seedorf und Bolzbach auf dem See zwischengelagert und ab Mitte Januar 2022 auf den Seegrund abgesenkt. (pd/unp)

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