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HOSPENTAL: Burgerbruderschaft feiert ihr 250-jähriges Bestehen

Die gestrige GV war gleichzeitig auch eine Jubiläumsfeier. Dabei konnten sechs neue Mitglieder aufgenommen und der Vorstand wiedergewählt werden. Künftig findet der Anlass nur noch alle zwei Jahre statt.
Paul Gwerder
Sie stehen der Burgerbruderschaft Hospental vor: (von links) Kassier Beat Schmid (Kassier), Präsident Felix Renner (Präsident) und Mutationsführer Urs Baumann. (Bild: Paul Gwerder (Hospental, 18. Februar 2018))

Sie stehen der Burgerbruderschaft Hospental vor: (von links) Kassier Beat Schmid (Kassier), Präsident Felix Renner (Präsident) und Mutationsführer Urs Baumann. (Bild: Paul Gwerder (Hospental, 18. Februar 2018))

«Elf Bruderschaften gab es vor Jahrhunderten im Urserntal, von denen die Hälfte in der Vergangenheit aufgelöst wurde. Die Burgerbruderschaft Hospental aber kann heute das 250-Jahr-Jubiläum feiern», erklärte Diakon Edy Imhof gestern in der Kirche Hospental.

Zum Festgottesdienst und dem Gedächtnis für die Verstorbenen wurden die Mitglieder der Burgerbruderschaft, deren Partnerinnen und zahlreiche Gäste mit Orgel- und Querflötenmusik musikalisch begrüsst.

Geselligkeit steht im Vordergrund

Bis ins Gründungsjahr gab es die Burgerbruderschaft Ursern/Andermatt, die aus den Dorfschaften Andermatt, Hospental, Realp und Zumdorf bestand. Im Jahr 1743 brach ein Streit mit den Hospentalern aus, weshalb diese 1768 ihre eigene Burgerbruderschaft gründeten (siehe auch unsere Zeitung vom 15. Februar). «Diese Bruderschaften waren katholisch geprägt und es gab unter ihnen fromme, religiöse Gruppierungen, die sich teilweise auch um arme und kranke Menschen kümmerten, während bei unserer Burgerbruderschaft die Geselligkeit im Vordergrund steht», präzisierte der Präsident, Felix Renner. Anschliessend erklärte er noch den Unterschied zwischen Bürger und Burger. Bürger seien Angehörige der Bürgergemeinden im Urserntal. Burger hingegen sind Mitglieder einer Burgerbruderschaft. Es sind Gemeinschaften, die sich mit Hilfe der Burgermesse «die offene Pforte ins Jenseits und die offene Tür in die Ewigkeit sichern wollten, ohne sich den irdischen Freuden zu verschliessen».

Nach der Kirche wurde im ehemaligen Schulhaus ein Apéro serviert. Danach fand in der Sust Lodge die Generalversammlung, an der 26 Mitglieder anwesend waren, mit dem anschliessenden Burgermahl statt, zu dem Frauen bis heute keinen Zutritt haben.

Bruderschaft erhält Zuwachs

Besonders erfreut war der Präsident, dass er sechs neue Mitglieder in die Bruderschaft aufnehmen durfte. Es waren dies: Gemeindepräsident Beda Regli, Michael Regli, Peter Schmid, Benjamin Schmid, Columban Russi und Fredi Russi. Damit zählt die Bruderschaft 59 Mitglieder, wie Mutationsführer Urs Baumann bekannt gab.

Die Rechnung der letzten drei Jahre präsentierte Kassier Beat Schmid. Es gab bei Einnahmen von 952 Franken und Ausgaben von 1162 Franken einen leichten Verlust von 210 Franken. Trotzdem bleibt der Jahresbeitrag unverändert, der seit dem Jahr 1916 immer 10 Franken betrug.

Die Wahlen warfen keine hohen Wellen: Alle drei bisherigen Vorstandsmitglieder, Präsident Felix Renner, Kassier Beat Schmid und Mutationsführer Urs Baumann liessen sich bis zur nächsten GV wiederwählen. Renner warf die Frage in den Raum, ob das Treffen künftig nicht alle zwei Jahre stattfinden sollte, denn bei einem Vermögen von über 5000 Franken sollte dies drin liegen. Die grosse Mehrheit befürwortete dieses Anliegen, und so wird die nächste GV traditionell an der alten Fasnacht in zwei Jahren stattfinden.

Paul Gwerder

redaktion@urnerzeitung.ch

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