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Hotel Maderanertal: Beitrag an Stützmauer soll erhöht werden

Der Regierungsrat will neu 25 statt 22,5 Prozent der Wiederherstellungskosten der denkmalgeschützten Stützmauer des Hotels Maderanertal übernehmen. Dafür soll der Landrat einen Nachtragskredit von 31’500 Franken sprechen.
Wegen starker Regenfälle ist im Sommer 2014 ein Teil der Gartenwirtschaft des Hotels Maderanertal weggerutscht. (Bild: Sven Aregger, Bristen, August 2014)

Wegen starker Regenfälle ist im Sommer 2014 ein Teil der Gartenwirtschaft des Hotels Maderanertal weggerutscht. (Bild: Sven Aregger, Bristen, August 2014)

Das 1864 errichtete Hotel «Zum Schweizer Alpen Club» auf der Balmenegg thront auf einem Felsvorsprung. Die angefügte Sonnenterrasse ist gegen Westen hin mit einer imposanten Stützmauer abgegrenzt, die mit vor Ort gesammelten und gebrochenen Steinen erstellt wurde. Diese Natursteinstützmauer ist im Sommer 2013 nach starken Regengüssen teilweise eingestürzt. Im Juli 2014 und Mai 2015 brachen weitere Teile der Mauer weg, heisst es im Bericht und Antrag des Regierungsrats zum Nachtragskredit für die Wiederherstellung der Stützmauer beim Hotel Maderanertal. Gemäss dem Experten des Bundesamts für Kultur (BAK) muss die bestehende Stützmauer vollumfänglich neu errichtet werden, um ihre statische Aufgabe zu erfüllen. Bei einer Nichtrealisierung ist die Standsicherheit des Hotels gefährdet.

Kantonsbeitrag lag 2015 bei 22,5 Prozent

Die Stützmauer ist baulicher Bestandteil des Ensembles «Berghotel Maderanertal». Die Hotelanlage als Schutzobjekt von regionaler Bedeutung ist Teil des national eingestuften Ortsbilds «Berghotel Maderanertal». Sie liegt in der Landschaft von nationaler Bedeutung. Gemäss Gesetz über den Natur- und Heimatschutz kann der Regierungsrat zur Erhaltung schützenswerter Kulturdenkmäler Kantonsbeiträge ausrichten. 2015 hat der Regierungsrat einen Kantonsbeitrag an die Wiederherstellung der Stützmauer in Aussicht gestellt. Aufgrund des damaligen Kostenvoranschlags von über 560’000 Franken und beitragsberechtigten Aufwendungen von 524’200 Franken wurde bei einem Beitragssatz von 22,5 Prozent ein Kantonsbeitrag von 117’945 Franken errechnet.

Für die Bauausführung war eine Frist bis 31. Dezember 2017 gestellt. Die Frist ist ungenutzt verstrichen. Die Beitragsverfügung des BAK vom April 2016 gestand dem Projekt aufgrund der ortsbaulich und landschaftlich bedeutenden Lage den maximalen Beitragssatz von 45 Prozent beziehungsweise 235’890 Franken zu. Dieser Entscheid bleibt bis 2021 rechtskräftig.

Maximalsatz laut Regierung «angemessen und richtig»

Der Eigentümer hat sich im Herbst 2018 entschieden, die aktuelle Sanierung der Strasse zum Hotel zum Anlass zu nehmen, um die schon länger geplante Erneuerung der Terrassenstützmauer im Frühling 2019 umzusetzen. Damit können Synergien mit der Sanierung der Strasse Gufern-Balmenegg genutzt werden. Der überarbeitete Kostenvoranschlag rechnet mit etwas tieferen Gesamtkosten von total rund 526’000 Franken. «Da das Bundesamt für Kultur den höchsten Beitragssatz zusichert, ist es angemessen und richtig, dass auch der Kanton den möglichen Maximalsatz von 25 Prozent anwendet», schreibt der Regierungsrat dazu. Damit ergibt sich neu ein Kantonsbeitrag von 131’500 Franken. Da die im Budget 2019 eingestellten Beiträge nicht ausreichen, beantragt der Regierungsrat dem Landrat an der Session vom 10. April 2019 einen Nachtragskredit von 31’500 Franken.

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