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Albert-Heim-Hütte erstrahlt in neuem Glanz

Am Samstag, 22. Juni, wurde die erweiterte und renovierte Albert-Heim-Hütte oberhalb von Tiefenbach feierlich eingeweiht. Die 100-jährige Hütte wurde auf den neusten Stand gebracht.
Robi Kuster
Ueli Hintermeister, Heidi Z’graggen, Martin Schuster und Roman Felber (von links) bei der Einweihung. (Bild: Robi Kuster, Tiefenbach, 24. Juni 2019)

Ueli Hintermeister, Heidi Z’graggen, Martin Schuster und Roman Felber (von links) bei der Einweihung. (Bild: Robi Kuster, Tiefenbach, 24. Juni 2019)

Nach zehn Monaten Bauzeit konnte am Samstag, 22. Juni, die Albert-Heim-Hütte des Schweizer Alpen-Clubs (SAC) wieder dem offiziellen Betrieb übergeben werden. Trotz massenhaft Schnee auf beinahe dem ganzen Aufstiegsweg fanden sich zahlreiche Gäste vom Bauteam und von andern SAC-Sektionen in der neu renovierten Hütte ein.

Der mühsame Aufstieg von Tiefenbach aus hatte sich gelohnt. Schon der erste Eindruck in der neu gestalteten Hütte war beeindruckend, zumal der gewohnte Bergwanderer sich vor der Hütte sagen musste, dass sie ja gar nicht viel anders als früher aussehe. Die äussere Form blieb nämlich erhalten und der Neubau fügt sich nun optimal dem alten an. Die Albert-Heim-Hütte besticht seit jeher durch die besondere Form, wie etwa die Sidelen-Hütte oder die neuesten SAC-Hütten im Wallis. Nun hat die Albert-Heim-Hütte aber auch die dringend nötigen Infrastrukturen im Innern erhalten.

Mehr Platz zum Schlafen

Viele Bergwanderer sind anspruchsvoller geworden und verlangen nach zeitgemässen Schlafräumen, WC-Anlagen und warmen Duschen. All dies ist nun in der Albert-Heim-Hütte Tatsache geworden. Sie ist selbst mit Pissoir und grosszügigen Waschanlagen ausgerüstet. Die Hütte versorgt sich selbst. Die Schlafräume sind zwar kleiner geworden, verfügen aber über mehr Platz für die Schlafenden. So wurde die Bettenzahl nicht vergrössert, sondern die Betten neu angeordnet und bequemer gestaltet. Die Urner Regierungsrätin Heidi Z’graggen bezeichnete beim Rundgang die Hütte als Fünfsterne-Hütte. Ausgestattet mit viel Holz und mit Urner Granit an der neuen Fassade erweckt sie tatsächlich diesen Eindruck. Der Diakon von Andermatt Edy Imhof weihte die Albert-Heim-Hütte am Samstag unter passenden Jodelliedern von den Andermatter «Bazolajutzer» feierlich ein.

Den Namen erhielt die Hütte vom Geologen, Alpen- und Gletscherforscher Albert Heim (1849-1937), der oft mit dem Urner Bergführer Josef Maria Tresch in den Urner Bergen unterwegs war. Als Zürcher war er Mitglied der SAC-Sektion Uto, die heute noch 9000 Mitglieder zählt. Die Albert-Heim-Hütte ging auf seine Initiative zurück und wurde 1918 zu Ehren von Albert Heim eingeweiht, wobei das Ehrenmitglied selber anwesend war.

Die Hütte enthielt anfänglich lediglich 18 Schlafplätze. 1935 wurde sie auf 40 erhöht. 1971 erhielt sie eine Erweiterung für rund 80 Schlafplätze. Nun hat sie wieder etwas weniger, dafür bequemere. 31 Jahre lang betreute Kari Russi die Hütte. Es folgten Clapasson, Rey, Tresch, Traxel und Felber. Die neu renovierte Hütte führt nun Roman Felber, der auch Gastgeber der Einweihungsfeier war. Die frühere Hüttenwartin Claudia Tresch-Rey war am Samstag als Jodlerin der «Bazolajutzer» anwesend.

SAC-Sektion Uto plant weiteren Umbau in Uri

Wie vom Präsidenten der Sektion Uto Ueli Hintermeister zu vernehmen war, plant die Sektion auch einen Umbau der Voralp-Hütte. Die Sektion unterhält insgesamt sieben Hütten, drei davon in Uri. Da der Unterhalt der Hütten keinen Gewinn abwerfe, sei es auch nicht einfach zu entscheiden, wenn es um einen Umbau gehe, meinte der Präsident in seiner Festtagsrede am Samstag.

Bei der in die Jahre gekommenen Albert-Heim-Hütte habe man sich überlegt, ob man sie aufgeben, verkleinern oder eben auf den neuesten Stand ausbauen solle. Man habe sich für Letzteres entschieden, weil man sich auf grosszügige Sponsoren und Spenden sowie viele freiwillige Helfer der Sektion verlassen konnte. Der Umbau war ein grosser Wurf und kostete viel. Baukommissionspräsident Martin Schuster gab ein paar Einzelheiten bekannt, was es heisse, auf 2500 Metern zu bauen. Heidi Z’graggen lobte das gelungene Projekt, bei welchem man gerne bereit gewesen sei, Hand zu bieten. Sie hatte sich deshalb nicht gescheut, selber an der Einweihung dabei zu sein. Der Abend galt noch den eingeladenen Gästen mit Referaten von Monika Gisler und Adi Kälin und der Unterhaltungsmusik mit dem Duo-Uto (Tomi und Urs). Ab Sonntag ist die Hütte wieder für alle Bergwanderer offen.

Anmeldung und Informationen unter www.albertheimhuette.ch, info@albertheimhuette.ch oder Telefon 041 887 17 45.

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