HUNDEKÖDER: Gift-Gerüchte nicht abschliessend geklärt

Drei Hunde mit Symptomen einer Vergiftung sind in den vergangenen drei Wochen behandelt worden. Ein Experte warnt vor falschen Schlüssen.

Florian Arnold
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Ein Appenzeller-Hund im blühenden Löwenzahn. (Symbolbild Eveline Beerkircher / Neue LZ)

Ein Appenzeller-Hund im blühenden Löwenzahn. (Symbolbild Eveline Beerkircher / Neue LZ)

Drei Hunde mit Vergiftungssymptomen wurden in den vergangenen drei Wochen in der Praxis von Tierarzt Thomas Stadler in Altdorf behandelt, wie er auf Anfrage der Neuen Urner Zeitung bestätigte. Allerdings seien die Symptome nicht identisch gewesen. Die drei Tiere seien mittlerweile wieder wohlauf.

Wegen dieser Fälle allerdings kursierten in Uri Gerüchte, Unbekannte hätten Köder mit Gift gezielt ausgelegt. Einen solchen hat der Tiermediziner bisher nicht zu Gesicht bekommen. Zwei Hunde wurden allerdings temporär in der Tierklinik in Luzern hospitalisiert.

Ein Giftstoff im Spiel

Martin Keiser, Inhaber der Tierklinik Obergrund, wo zwei der betroffenen Tiere behandelt wurden, bestätigte, einer der beiden habe klare Vergiftungssymptome gezeigt, die beispielsweise auf eine Aufnahme von Metaldehyd hinweisen würden. Der Stoff kam früher in Meta-Tabletten vor. Der zweite Hund habe nachweislich medizinische Beschwerden.

Die Urner Kantonspolizei hat von den möglichen Vergiftungen Kenntnis. Aktuell sei noch keine Anzeige eingegangen. Planzer weist darauf hin, dass es gemäss aktuellem Kenntnisstand der Polizei keinen Grund für eine Überreaktion gebe, wie Mediensprecher Gusti Planzer informierte.