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HUPAC: Gotthard-Basistunnel soll Aufschwung für Güterverkehr bringen

Die im kombinierten Lastwagen-Güterzugverkehr tätige Hupac hat in den letzten Jahren bescheidene Zuwachsraten erzielt. Aufschwung bringen soll nun der Gotthard-Basistunnel.
Ein Hupac-Zug bei Wassen auf der Gotthard-Bergstrecke. (Bild: PD)

Ein Hupac-Zug bei Wassen auf der Gotthard-Bergstrecke. (Bild: PD)

Der längste Tunnel der Welt sei eine grosse Chance für die Verlagerung des alpenquerenden Warenverkehrs von der Strasse auf die Schiene, sagte Hupac-Verwaltungsratspräsident Hans-Jörg Bertschi am Donnerstag an der Bilanzmedienkonferenz in Zürich. Die Marktchancen für den unbegleiteten kombinierten Verkehr würden deutlich verbessert.

Derzeit bereitet sich Hupac intensiv auf die Flachbahn via Gotthard vor. Die ersten Testfahrten mit Hupac-Zügen seien erfolgreich verlaufen, sagte Bertschi. In den nächsten fünf Jahren werden rund 280 Millionen Franken in Terminals, Rollmaterial und Computersysteme investiert.

Voll leistungsfähig wird der Korridor auf der Nord-Süd-Achse allerdings erst 2020, wenn der Ceneri-Basistunnel eröffnet und der durchgehende 4-Meter-Korridor zwischen Basel und Norditalien realisiert ist. Bis dahin muss sich der Kombi-Operateur auf eine mehrjährige Phase intensiver Bautätigkeiten einstellen.

Als grösste Herausforderung im nächsten Jahr bezeichnete Hupac-Direktor Bernhard Kunz die Luino-Linie, die zu den grossen Verlade-Terminals im Westen von Mailand führt. Wegen des Ausbaus wird die Strecke für sechs Monate total gesperrt.

Zusammen mit den Bahnunternehmen würden derzeit Alternativen und Umleitungen geprüft, damit «die Infrastrukturen der Zukunft mit möglichst geringem Einfluss auf die operative Tätigkeit der Gegenwart gebaut werden können», wie Kunz betonte.

Nach der Fertigstellung des 4-Meter-Korridors wird Hupac mit bis zu 750 Meter langen und bis zu 1600 Tonnen schweren Zügen mit nur einer Lok zwischen Nordeuropa und Italien verkehren. «Damit können wir effizienter produzieren und somit die Reduktion der Betriebsbeiträge kompensieren», so der Hupac-Direktor.

Fast 20 Prozent weniger Gewinn

Hupac hat im vergangenen Jahr 662'000 Sendungen befördert - 0,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Wachstumsträger war erneut der nicht-transalpine Verkehr mit einer Steigerung von 5,9 Prozent auf 242'000 Sendungen.

Im alpenquerenden Verkehr ging das Volumen hingegen um knapp 3 Prozent auf 420'000 Sendungen zurück. Rund 378'000 Sendungen liefen durch die Schweiz - 0,6 Prozent weniger als im Jahr zuvor.

Der Gewinn sank um 19,7 Prozent auf knapp 6,1 Millionen Franken. Negativ beeinflusst wurde das Ergebnis durch den starken Franken. Der Cash-flow der Hupac-Gruppe blieb mit 41,3 Millionen Franken konstant, während die Investitionen in Sachanlagen um 46,3 Prozent auf 24,6 Millionen Franken stiegen.

sda

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