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Uri: Das Interview mit Sebastian Züst

«Ich stehe links von meinem Vater», sagt SP-Kandidat Sebastian Züst, der in den Altdorf Gemeinderat möchte. Im Interview nimmt der Sohn von alt Landammann Markus Züst Stellung zu seinen politischen Ambitionen
Florian Arnold
Sebastian Züst will in den Altdorfer Regierungsrat. (Bild: Dani Schulthess)

Sebastian Züst will in den Altdorfer Regierungsrat. (Bild: Dani Schulthess)

Die SP stellt Sebastian Züst als Kandidaten für die Altdorfer Gemeinderatswahlen vom kommenden Herbst auf. Er bewirbt sich auf das frei werdende Amt des zurücktretenden Kilian Gasser. Die politische Karriere seines Vaters Markus Züst, der später zwölf Jahre in der Regierung war, hatte gleich begonnen.

Sebastian Züst, die Frage liegt nahe: Wollen Sie in die Fussstapfen Ihres Vaters treten?

Ich trete insofern nicht in die Fussstapfen, weil ich noch nicht weiss, wie meine Karriere dereinst verlaufen wird. Durch meinen Vater habe ich miterlebt, was das Amt bedeutet. Wir sind aber vom Typ her recht verschieden.

Was machen Sie anders als ihr Vater?

Im direkten Kontakt mit Menschen schimmert wohl der Sozialarbeiter bei mir durch. Was die Politik betrifft, fehlt mir die jahrzehntelange Erfahrung, die meinen Vater über die Zeit gemässigt und gelassener gemacht hat. Ich stehe aktuell wohl noch etwas links von ihm, obwohl er auch immer klar linke Positionen vertrat und auch innerhalb der SP als linker Regierungsrat galt.

«Auf Altdorf warten viele spannende Geschichten.»

Was hat Sie zur Kandidatur bewogen?

Ich mache seit 13 Jahren aktiv Politik. Ich war Mitbegründer der Juso Uri, später Präsident. Dann wurde ich Präsident der SP Altdorf und bin seit Längerem in der Geschäftsleitung der SP Uri. Nach dieser parteiinternen Karriere möchte ich mich für ein öffentliches Amt zur Verfügung stellen.

Wieso kandidierten Sie dann nicht für den Landrat?

Mich hat die Exekutive immer mehr gereizt. Man ist einer von sieben und nicht von 64 und kann so wahrscheinlich mehr bewirken. Diese Herausforderung reizt mich. Und der Zeitpunkt ist richtig, weil auf Altdorf viele spannende Geschichten warten. Ich denke an den Kantonsbahnhof und die West-Ost-Verbindung mit den flankierenden Massnahmen im Altdorfer Dorfkern.

Und dann geht’s ab in den Regierungsrat?

Auch diese Frage kommt nicht unerwartet. Es wäre gelogen, wenn ich sagen würde, dass das nie ein Thema sein wird, da es ein sehr spannendes Amt ist. Aber den Schritt in den Gemeinderat möchte ich nicht aus taktischen Gründen machen, sondern einfach, weil es mich zurzeit reizt. Ob daraus die Grundlage für ein Regierungsamt wird, kann man jetzt nicht sagen. Dies wird vor allem von der Konstellation abhängen. Wir haben zurzeit einen Sitz. Ob in 10, 12 Jahren der Sitz frei wird und ob ich dafür in Frage komme, wird sich zeigen.

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