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«Ich stehe zum gemischten Urner Wahlsystem»

Zur Abstimmung über das Wahlsystem des Urner Landrats

Das bestehende Mischsystem für die Landratswahlen hat sich bewährt und ist gut auf die Urner Verhältnisse abgestimmt. Aufgrund einer Wahlbeschwerde und eines Bundesgerichtsurteils benötigen wir trotzdem ein neues Wahlverfahren. Für die vier grössten Gemeinden Altdorf, Schattdorf, Bürglen und Erstfeld soll das Proporzwahlsystem erhalten bleiben, die Auswertung aber nach dem Verfahren des «Doppelten Pukelsheims» erfolgen.

In den genannten Gemeinden nahmen bereits in der Vergangenheit alle Urner Parteien mit eigenen Listen an den Wahlen teil. Für die Wähler ändert sich praktisch nichts, lediglich die Auswertung wird aufwendiger. Die übrigen Urner Gemeinden sollen nach dem Majorzwahlsystem wählen, was für die Gemeinden Attinghausen, Flüelen, Seedorf und Silenen eine Umstellung bedeuten würde. Dabei werden auch die Resultate der Volksabstimmung von 2012 zur Einführung des Majorz berücksichtigt, da drei der vier Gemeinden damals dieser Vorlage zustimmten.

Würde weiterhin im Proporz gewählt, kämen dort die negativen Auswirkungen des «Doppelten Pukelsheims» voll zum Tragen. Um möglichst keine Stimmen zu verlieren, müssten alle Parteien in jeder Gemeinde Listen einreichen, was heute aufgrund fehlender Parteien oder Kandidaten nicht der Fall ist. Besonders störend wäre, dass Listen generiert werden müssten mit Kandidaten, die gar nicht gewählt werden wollten oder aufgrund verschiedener Umstände chancenlos wären. Die Urner wählen hauptsächlich Köpfe, nicht Parteien. Auch in den vom Wechsel betroffenen Gemeinden sind das vielfach Personen, die der Bevölkerung bekannt sind.

Die Gegner torpedieren diese Vorlage mit allen Mitteln. Sie wollen erreichen, dass jede abgegebene Stimme gleich viel zählt, dies unter dem Deckmantel von gerechten Wahlen. Was aber ein gerechtes Wahlsystem ist, darüber gehen die Meinungen weit auseinander. Das nun vorgeschlagene Wahlsystem zu verunglimpfen, entspricht einem schlechten Stil. Die Befürworter als arrogant, undemokratisch und unfair abzustempeln, geht in die gleiche Kategorie und wird meistens dann angewandt, wenn sachliche Argumente fehlen.

Ich stehe zum gemischten Urner Wahlsystem und kann mit dem Proporz und dem «Doppelten Pukelsheim» leben, dort wo er Sinn macht. In den kleineren Gemeinden bevorzuge ich aber den Majorz. Zur vorliegenden Änderung des Urner Wahlsystems lege ich aus Überzeugung zweimal Ja in die Urne.

Markus Zurfluh, Landrat, Attinghausen

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