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Exil-Urner Gian Caviezel: «Ich vermisse vor allem die Urner Berge»

Als Student verliess Gian Caviezel den Kanton Uri Richtung Luzern, wo er seither lebt. Trotzdem zieht es den 51-Jährigen bis heute immer wieder zurück – zu seiner 90-jährigen Mutter und in die Berge.
Carmen Epp
Gian Caviezel mit seinem Auto mit Uristier-Aufkleber in seiner neuen Heimat, Adligenswil. (Bild: PD)

Gian Caviezel mit seinem Auto mit Uristier-Aufkleber in seiner neuen Heimat, Adligenswil. (Bild: PD)

Lange ist’s her, als Gian Caviezel noch in Uri wohnte. So lange sogar, dass er selber nicht mehr weiss, wann er den Kanton verlassen hat. «25 Jahre oder mehr werden es schon sein», sagt der heute 51-Jährige.

Der Grund für seinen Wegzug war damals das Konservatorium in Luzern, wo der junge Altdorfer nach dem Lehrerseminar Gitarre studierte. Dass er nach dem Studium nicht mehr zurückkehrte, lag an einer Baslerin, die ebenfalls am Konservatorium studierte und sich mit ihrem Piano in Caviezels Herz spielte.

Mit der Gitarre an Schulen und auf Urner Bühnen

Das Paar blieb, wo es sich kennen und lieben lernte: im Kanton Luzern. Heute wohnen die beiden in Adligenswil, sind verheiratet und haben zwei gemeinsame Töchter.

Auch wenn sein Lebensmittelpunkt nicht mehr in Uri ist, so blieb er seiner Heimat doch stets treu – beruflich, privat und musikalisch. So war Caviezel einige Jahre als Gitarrenlehrer an der Musikschule Uri, am Lehrerseminar und auch am Kollegi tätig. Ausserdem war er verschiedentlich auf Urner Bühnen anzutreffen: mit dem Gitarrenquartett Skope, mit dem Gitarrenduo Luna Ghignante und als Kontrabassist der Jazzcombo Colosso buffo.

Heimweh nach den Bergen und «Paschteetä»

Und auch wenn die Musikkarriere in Uri inzwischen vorüber ist, so kehrt der 51-Jährige noch immer gerne zurück. Regelmässig besucht er seine inzwischen 90-jährige Mutter in Altdorf. Oder er unternimmt eine Bergtour in seiner Heimat. «In ganz schöner Erinnerung» sei ihm beispielsweise die Besteigung des Sustenhorns über den Ostgrat geblieben, die er diesen Sommer mit einem Bergfreund unternommen hat, erzählt er.

Solche Erlebnisse, die Berge, die Landschaft, den Föhn und die Mentalität der Leute vermisse er schon ab und zu, sagt Caviezel. «Und natürlich die Esswaren wie etwa ‹Paschteetä› und die luftgetrockneten Hauswürstchen.»

Seit zehn Jahren ein Uristier-Aufkleber am Auto

Diese Sehnsucht bringt der Gitarrenlehrer seit zehn Jahren nun auch bildlich zum Ausdruck. Seit er ein eigenes Auto hat, prangt an dessen Heck neben der Luzerner Nummer ein Uristier-Aufkleber. Dies, weil sein Heimatkanton schliesslich ein schönes Wappen habe. «Mit dem Kleber bringe ich aber auch meine Verbundenheit zum Kanton Uri zum Ausdruck.»

Zur Serie: «Dr Schtiär am Fitlä»

Wenn Urner ihre Heimat verlassen, müssen sie das Kennzeichen ihres Autos gegen das ihres neuen Wohnkantons eintauschen. Das fällt einigen so schwer, dass sie den fehlenden Stier in der Autonummer mit einem Aufkleber am Autoheck ersetzen. Wie fährt es sich mit dem UristierAufkleber? Und was vermissen sie am meisten an ihrer Heimat? Wir haben Leute mit dem «Schtiär am Fitlä» aufgespürt und porträtieren sie in loser Reihenfolge. (eca)

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