IG Zweitwohnungseigentümer Urserental
Mit der Furka-Dampfbahn ins Jubiläumsfest

Ein Jahr verspätet feierte der Verein Interessengemeinschaft Zweitwohnungseigentümer Urserental (IGU) das zehnjährige Bestehen mit einem Jubiläumsausflug.

Georg Epp
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Am Samstag freuten sich 70 Vereinsmitglieder und zahlreiche Gäste, zehn Jahre Interessengemeinschaft Zweitwohnungseigentümer Urserental (IGU) mit einem speziellen Jubiläumsausflug zu feiern. Die Coronapandemie verhinderte im vergangenen Jahr den geplanten Eventanlass. Bereits auf dem Bahnhof Andermatt herrschte ausgelassene Stimmung, im harten Kern des Vereins kennt man sich, aber immer wieder gibt es erfreulicherweise auch neue Vereinsmitglieder zu begrüssen. In Hospental und Realp komplettierte sich die Ausflugsfamilie der IGU und die Vorstandsmitglieder mit Präsident Dieter Woschitz an der Spitze hatten alle Hände voll zu tun, um die Vollständigkeit der Ausflügler zu überprüfen.

Die IGU-Familie bei der Station Furka.

Die IGU-Familie bei der Station Furka.

Bild: Georg Epp (Realp, 20. August 2022)

In rasantem Tempo startete man mit der Matterhorn-Gotthard-Bahn Richtung Oberwald. Bei Kaffee und Gipfeli entwickelten sich bereits gute Gespräche und man freute sich über kühles, aber trockenes Wetter. Etwas erstaunt zeigte man sich, dass eine Diesellok und keine Dampflokomotive vorgespannt wurde. Die Waldbrandgefahr infolge grosser Trockenheit ist noch nicht definitiv gebannt, sodass erst ab Gletsch die eigentliche Dampfbahnfahrt gestartet werden konnte. Hier löste sich auch das Rätsel, mit welcher Dampflokomotive die Bergstrecke Richtung Furka bewältigt wird: Es war die HG 3/4 9 der ehemaligen Brig-Furka-Disentis-Bahn mit Jahrgang 1914, die nach dem Verkauf nach Vietnam vor 30 Jahren zurückgeholt wurde.

Pfeifend und rüttelnd Richtung Furka

Zum Vorspannen der Dampflok verliessen alle Reisende die Waggons, das Schauspiel wollte niemand verpassen und natürlich auch bildlich festhalten. Nun ging es rauchend, pfeifend und rüttelnd Richtung Furka. Man war sich einig, das Erlebnis mit der Dampfbahn ist einmalig. Am Kulminationspunkt bei der Station Furka (2160 Metern über Meer) gab's rund 30 Minuten Aufenthalt, ein Apéro für die IGU-Mitglieder und auch Gelegenheit, sich auszutauschen. Gut gelaunt ging's dann bergab Richtung Tiefenbach und zurück nach Realp.

Vorstand und Gäste im Bild vereint (von links): Rolf Tresch, Armand Simmen, Raphael Krucker, Franco Cattaneo, Peter Baumann, Ruedi Herger, Jürg Heule, Dieter Woschitz, Ruedi Fahrni und Thomas Christen.

Vorstand und Gäste im Bild vereint (von links): Rolf Tresch, Armand Simmen, Raphael Krucker, Franco Cattaneo, Peter Baumann, Ruedi Herger, Jürg Heule, Dieter Woschitz, Ruedi Fahrni und Thomas Christen.

Bild: Georg Epp (Realp, 20. August 2022)

Beim anschliessenden Mittagessen freute sich Präsident Dieter Woschitz, einige Worte an die Vereinsmitglieder zu richten. Vorab bedankte er sich bei den zahlreichen Gästen fürs Erscheinen. Anwesend waren die drei Gemeindepräsidenten Peter Baumann (Andermatt), Rolf Tresch (Hospental) und Armand Simmen (Realp), Astrid Nager, Präsidentin des Gewerbevereins, Raphael Krucker, CEO ASA AG, Tourismusdirektor Thomas Christen und Franco Cattaneo, Statthalter Korporation Ursern. Nach anfänglich harten Kämpfen um faire Gebühren für Zweit- und Ferienwohnungen hat sich ein freundschaftliches Miteinander entwickelt, die IGU ist ein wichtiges Standbein der Tourismusregion Urserental geworden. Das gute Einvernehmen bestätigte Peter Baumann, Gemeindepräsident von Andermatt. Er bedankte sich im Namen der geladenen Gäste und im Namen der Gemeinden Andermatt, Hospental und Realp gab's auch einen namhaften finanziellen Zustupf für den Jubiläumsanlass.

Lokdepot, Werkstatt und Remise besichtigt

In Gruppen aufgeteilt konnte anschliessend an das Mittagessen der Bahnhof, Wagenremise, Lokdepot und Werkstatt besichtigt werden. Die Ausflügler staunten über Details der Geschichte der Dampfbahn Furka-Bergstrecke, die vor einer Woche ihr 30-jähriges Jubiläum feiern konnte. Speziell begutachtet wurde die Dampflok Furkahorn, die ebenfalls aus Vietnam zurückgekauft wurde. Beim Abschlusstrunk freute sich Ruedi Herger, der elf Jahre Präsident der IGU war, wie folgt: «Alles hat geklappt und auch das Wetter war uns wohlgesinnt, es war ein unvergesslicher Anlass für Gross und Klein.» Umrahmt wurde der Aufenthalt in Realp durch gekonntes Alphornspiel von Robin Briker.