Ignaz W. soll freigelassen werden

Für Ignaz W. liegt ein Haftentlassungsgesuch vor. Wann darüber befunden wird, steht noch nicht fest.

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Ignaz W. soll aus der Haft entlassen werden. (Bild: Urs Hanhart/Neue UZ)

Ignaz W. soll aus der Haft entlassen werden. (Bild: Urs Hanhart/Neue UZ)

Am 24. Oktober ist der Erstfelder Barbetreiber Ignaz W. vom Landgericht Uri wegen versuchten Mordes in Mittäterschaft und Gefährdung des Lebens zu einer Gefängnisstrafe von zehn Jahren verurteilt worden. Der 44-jährige Erstfelder sitzt zurzeit in Stans in Sicherheitshaft. Nun hat Linus Jaeggi, der Anwalt von Ignaz W., für seinen Klienten ein Haftentlassungsgesuch gestellt. Es gelte weiterhin die Unschuldsvermutung, und die für die Anordnung respektive mehrfache Verlängerung der Untersuchungshaft geltend gemachten Gründe seien nicht mehr gegeben. Jaeggi zweifelt vor allem, dass eine Fluchtgefahr vorliege. Mit dem erstinstanzlichen Urteil habe sich diese eher noch reduziert, da das Strafmass nach unten korrigiert worden sei.

Erneut strafbares Verhalten

Der Urner Oberstaatsanwalt Bruno Ulmi vertritt allerdings die gegensätzliche Meinung. «Es ist zu erwarten, dass er eine Haftentlassung zu einer Flucht ins Ausland nutzen könnte.» Ulmi begründet seine Haltung mit den familiären und geschäftlichen Auslandbeziehungen des Erstfelders. Neben der Fluchtgefahr bestehe aber auch Wiederholungsgefahr. «Es könnte erneut zu einem strafbaren Verhalten kommen, wenn Ignaz W. in Freiheit ist», betonte Ulmi gestern. Die Wiederholungsgefahr sei von der Beschwerdeinstanz mehrfach bestätigt worden. Über das Haftentlassungsgesuch muss die strafprozessuale Beschwerdeinstanz des Obergerichts Uri befinden. Wann der Entscheid gefällt wird, konnte gestern allerdings nicht in Erfahrung gebracht werden.

Bruno Arnold

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