IGNAZ WALKER: Urner Gericht lehnt kurzfristige Verschiebung von Mord-Prozess ab

Das Urner Obergericht hat eine Verschiebung der für Montag geplanten Fortsetzung des Berufungsprozesses gegen Ignaz Walker abgelehnt. Eine solche hatte dessen Verteidiger verlangt, um mehr Zeit für das Studium der umfangreichen Akten zu erhalten.

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Ignaz Walker am 30. Oktober auf dem Weg zum Rathaus in Altdorf. (Bild: Keystone/Urs Flüeler)

Ignaz Walker am 30. Oktober auf dem Weg zum Rathaus in Altdorf. (Bild: Keystone/Urs Flüeler)

Die aus zwei Verfahren zusätzlich beigezogenen Einvernahmeprotokolle umfassten zwar zusammen insgesamt knapp 400 Seiten, diese seien aber in beiden Verfahren weitgehend identisch, begründet das Gericht in seinem am Donnerstag publizierten Entscheid.

Der Anwalt hatte am Dienstag eine Verschiebung des Prozesses zudem deshalb beantragt, weil erst am Montag neue Unterlagen zugestellt worden waren. Gemäss Gericht kommt aber die Rolle des Hauptzeugen, um den es bei der Fortsetzung des Prozesses nächste Woche vor allem geht, in den jüngst zugestellten Unterlagen nur an einigen wenigen Stellen zur Sprache.

Der Prozess gegen den Urner Barbetreiber Ignaz Walker, der einen Killer auf seine Frau angesetzt haben soll, geht nächste Woche in eine Zusatzrunde. Da der Fall nach der Verhandlung vom Oktober 2015 noch nicht spruchreif ist, nimmt das Obergericht die Parteiverhandlungen wieder auf.

Im Zentrum der zusätzlichen Verhandlungstage dürfte der verstorbene Hauptbelastungszeuge stehen und wie die Urner Staatsanwaltschaft mit diesem als mutmasslichen Drogenhändler umgegangen ist. (sda)