Im Erstfelder Altersheim Spannort sind drei Personen am Coronavirus erkrankt

Aktuell gibt es im Alters- und Pflegeheim drei bestätigte Fälle. Die Schutzmassnahmen sind nun verschärft worden.

Markus Zwyssig
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Das Alters- und Pflegeheim Spannort in Erstfeld.

Das Alters- und Pflegeheim Spannort in Erstfeld.

Bild: Paul Gwerder (Erstfeld, 17. August 2018)

Im Alters- und Pflegeheim Spannort in Erstfeld sind drei Personen am Coronavirus erkrankt. Das bestätigt Heimleiter Engelbert Zurfluh auf Anfrage. Die betroffenen Patienten werden im Heim gepflegt. Zum Gesundheitszustand kann Zurfluh aber aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes keine weiteren Angaben machen.

Bereits bisher seien im Spannort alle Empfehlungen und Schutzmassnahmen des Bundes und Kantons eingehalten worden, versichert Zurfluh. Trotz umfassender Prävention wurde am vergangenen Wochenende bei drei Personen das Covid-19-Virus nachgewiesen. Vier Personen, die engen Kontakt zu den Erkrankten pflegten, wurden umgehend auf dem Zimmer isoliert. Die direkten Angehörigen wurden telefonisch orientiert.

Bewegungsfreiheit der Heimbewohner wird weiter eingeschränkt

In Absprache mit dem Kantonsarzt sind nun weitere Massnahmen zum Schutz der Bewohnerinnen und Bewohner in Kraft getreten. Die wichtigste Massnahme sei die Schliessung der Speisesäle. Den Bewohnern werden die Mahlzeiten nun auf das Zimmer gebracht. Auch auf einen Kaffee müssen sie nicht verzichten, auch wenn die Cafeteria vorläufig geschlossen bleibt. «Die Mitarbeitenden der Pflege und des Hausdienstes schauen wie gewohnt bei den Bewohnerinnen und Bewohnern vorbei», versichert Zurfluh. Auch die Aktivierung – also Massnahmen, welche die Senioren aktiv halten oder sie beschäftigen – finde neu im persönlichen Gespräch auf dem Zimmer statt.

Ein kurzer Spaziergang auf der Abteilung oder im Innenhof ist für die gesunden Heimbewohner jedoch nach wie vor möglich. «Frische Luft ist bei diesem schönen Frühlingswetter wichtig», so Zurfluh. Ansonsten ist aber die Bewegungsfreiheit weiter eingeschränkt. «Es gilt nun ein Besuchsverbot auch unter den Heimbewohnern. Und wenn sie sich im Korridor begegnen, muss stets ein Abstand von zwei Metern eingehalten werden.»

Telefon gewinnt zunehmend an Bedeutung

«Der wichtigste Kontakt ist das Telefon», sagt Zurfluh. Um den Kontakt aus der Distanz zu erleichtern, können Angehörige via Whatsapp oder Skype mit den Bewohnern sprechen. Angehörige können sich auf dem Sekretariat melden, falls sie Interesse an dieser Dienstleistung haben. «Wir sind uns bewusst, dass diese zusätzlichen Massnahmen einschneidend und belastend sind», so Zurfluh. «Wir setzen alles daran, den Alltag der Bewohnerinnen und Bewohner – trotz dieser Einschränkungen – so angenehm als möglich zu gestalten. Wir sind zuversichtlich, dass nun bald eine Besserung eintritt.»