Im Urner Oberland wird ein Bär gesichtet

Mitte August tappte ein Bär in der Göscheneralp in eine Fotofalle. Am Montagmorgen, 17. September, haben zwei Jäger im Gebiet Standel zwischen Wassen und Göschenen einen Bären gesichtet. Es dürfte sich in beiden Fällen um «M29» gehandelt haben.

Bruno Arnold
Drucken
Teilen
Der Bär «M29» wurde am 26. Mai 2017 in Bern gesichtet. Dasselbe Tier dürfte nun auch im Urner Oberland gesehen worden sein. (Bild: PD)

Der Bär «M29» wurde am 26. Mai 2017 in Bern gesichtet. Dasselbe Tier dürfte nun auch im Urner Oberland gesehen worden sein. (Bild: PD)

Zwei Urner Jäger haben am frühen Montagmorgen im Gebiet Standel zwischen Wassen und Göschenen einen Bären gesichtet. «Sie konnten das Tier auf einer Höhe von rund 1800 Metern aus relativ kurzer Distanz beobachten», sagte der Urner Jagdverwalter Josef Walker unserer Zeitung gegenüber.

Dabei dürfte es sich um jenes Tier handeln, das Mitte August 2018 im Gebiet Ochsenbördli in der Göscheneralp in eine private Fotofalle getappt ist. Diese war von Schafhaltern installiert worden, nachdem auf der Alp Ochsenbördli in der ersten Hälfte des Monats August fünf der rund 50 dort gealpten Schafe gerissen worden waren. Zwei wurden von den Tierhaltern am 11. August tot aufgefunden, drei hatten offene Fleischwunden und mussten notgeschlachtet werden. Die Jagdverwaltung war von Wolfsrissen ausgegangen.

Mitte August ist der Bär in eine private Fotofalle in der Göscheneralp getappt. Das Bild zeigt Umrisse des Tieres. (Bild: PD)

Mitte August ist der Bär in eine private Fotofalle in der Göscheneralp getappt. Das Bild zeigt Umrisse des Tieres. (Bild: PD)

Es könnte «M29» sein

Beim nun gesichteten Bären dürfte es sich um «M29» handeln, der Anfang April 2018 in Engelberg, am 20. Mai am Thunersee, Ende Mai im Berner Jagdbanngebiet Augustmatthorn und im Juli im Walliser Sanetschgeibvet unterwegs gewesen sein dürfte. Die genetische Bestätigung steht  allerdings noch aus.

«M29» ist seit 2016 auch in der Zentralschweiz mehrmals gesehen worden. Im Kanton Uri wurden seit 2016 mehrere Beobachtungen gemeldet und Spuren gesichert. «M29» dürfte Mitte April 2017 unter anderem einen Bienenstand im Gebiet unterhalb der Strengmatt in der Gemeinde Silenen beschädigt haben.