In Altdorf könnten Steuern bald steigen

Altdorf rechnet für das nächste Jahr mit einem Defizit von 1,5 Millionen Franken. Das bekommen längerfristig auch die Bürger zu spüren.

Drucken
Teilen
Beim Schulhaus Hage soll unter anderem eine grosse Turnhalle gebaut werden. (Bild: Sven Aregger / Neue UZ)

Beim Schulhaus Hage soll unter anderem eine grosse Turnhalle gebaut werden. (Bild: Sven Aregger / Neue UZ)

Für 2012 wird in Altdorf bei einem Gesamtaufwand von 34,212 Mio. Franken ein Defizit von 1,479 Mio. Franken budgetiert. Die Nettinvestitionen belaufen sich nur gerade auf 1,018 Mio. Franken. Trotzdem beträgt der Selbstfinanzierungsgrad nur gerade 58,2 Prozent. Dadurch wird die Pro-Kopf-Verschuldung im kommenden Jahr auf rund 1800 Franken zunehmen.

Erhöhung im 2013 geplant

«Dank guten Rechnungsergebnissen in den vergangenen Jahren, ist das Defizit verkraftbar», so Gemeindepräsidentin Christine Widmer Baumann gestern vor den Medien. Der Steuerfuss soll im 2012 noch bei 99 Prozent und die Kapitalsteuer bei 0,01 Promille belassen werden.

Längerfristig sieht es aber anders aus. «Ab 2013 werden wir um höhere Steuern nicht herumkommen», so Christine Widmer Baumann. Dies insbesondere, weil Altdorf grössere Projekte bevorstehen. Dazu gehören insbesondere die geplante Dreifachturnhalle beim Hagenschulhaus, die rund 12 Mio. Franken kosten dürfte. Auch beim Bahnhof Altdorf werden in den nächsten Jahren im Zusammenhang mit dem geplanten Wohn- und Gewerbezentrum wohl einige Millionen Franken investiert.

Kleineres Defizit als budgetiert

Verwalter Urs Janett konnte aber auch mit einer erfreulichen Nachricht aufwarten. «Die Rechnung 2011 wird wahrscheinlich besser abschliessen als budgetiert.» Statt einem Defizit von 1,63 Mio. Franken rechnet man zurzeit mit Mindereinnahmen von 625 800 Franken. Trotzdem sei man beim Voranschlag mit grosser Disziplin ans Werk gegangen, so Janett. Das sei auch dringend notwendig. Denn: «Wir haben kein Geld, alles zu machen, was gewünscht wird.»

Markus Zwyssig

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Urner Zeitung oder als Abonnent kostenlos im E-Paper.