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In Altdorf wird neue Demenzfachstelle eröffnet

Die Demenzfachstelle Uri hat am Rathausplatz in Altdorf ihre Tätigkeit aufgenommen. Sie steht Angehörigen, Betroffenen, Institutionen und weiteren interessierten Kreisen für Informationen und Beratung rund um Demenz zur Verfügung. Geleitet wird die Stelle von Carmen Tresoldi.
Florian Arnold

Aktuell leben zirka 690 Menschen im Kanton Uri, die an einer Form von Demenz erkrankt sind. Im Jahr 2020 werden es Prognosen zu Folge bereits 800 Personen sein, 2030 1100. «Da das Thema Demenz eine immer grösser werdende Anzahl Einwohner des Kantons Uri betrifft, haben das kantonale Amt für Gesundheit und 17 Urner Gemeinden veranlasst, gemeinsam einen Leistungsvertrag mit Alzheimer Uri/Schwyz zu vereinbaren», heisst es in einer Medienmitteilung. Die Leistungsvereinbarung ist bis 2023 befristet und die darin umschriebenen Leistungen basieren auf dem «Aktionsplan Demenz Uri 2017-2023».

Carmen Tresoldi. (Bild: PD)

Carmen Tresoldi. (Bild: PD)

Eine erste Massnahme wird nun umgesetzt: Am Rathausplatz 4 in Altdorf hat die Demenzfachstelle Uri ihre Tätigkeit aufgenommen. Geleitet wird diese von Carmen Genovefa Tresoldi, Gerontologin HF. Sie ist seit der Gründung 2007 im Vorstand von Alzheimer Uri/Schwyz und betreut seit 12 Jahren fachkundig das Alzheimer-Beratungstelefon. Die Demenzfachstelle Uri steht Menschen mit Demenz, ihren Angehörigen, Interessierten, Institutionen, Pflegepersonal und Entscheidungsträgern mit Information und Beratung telefonisch und persönlich zur Verfügung. Darüber hinaus ist die Demenzfachstelle verantwortlich für Sensibilisierungs- und Informationsveranstaltungen und für Fach- und Publikumsvorträge. Für die Einwohner von den 17 Urner Gemeinden, die der Leistungsvereinbarung beigetreten sind, ist die Erst-Beratung unentgeltlich.

Das Angebot wird unterschwelliger

«Für mich bedeutet das ein grosser Schritt in die richtige Richtung», sagt Carmen Tresoldi. Das Angebot werde breiter. «Dadurch, dass es unentgeltlich ist, hoffe ich, dass mehr Leute an uns herantreten. Denn das macht die Sache unterschwelliger.» Gerade für Angehörige sei es angenehmer, Gespräche an einem Tisch führen zu können, das mache die Sache persönlicher. «So traut man sich vielleicht eher zu kommen», so Tresoldis Hoffnung.

Ein kleiner Wermutstropfen: Bei der Leistungsvereinbarung machen nicht alle Gemeinden mit. Nicht unterstützt wird das Projekt von Attinghausen, Erstfeld und Hospental. «Bei Personen aus diesen Gemeinden müssen wir unsere Arbeit leider in Rechnung stellen», erklärt Tresoldi. Pro Stunde Beratung bedeutet dies 120 Franken. Insgesamt wird Alzheimer Uri/Schwyz von den Gemeinden und dem Kanton mit einem paritätischen Beitrag von pauschal je 16’900 Franken pro Jahr entschädigt (Total also 33’800 Franken). In den meisten anderen Kantonen (beispielsweise Nidwalden, Obwalden und Luzern) hätten die Gemeinden oder der Kanton bereits ähnliche Leistungsvereinbarungen mit den kantonalen Alzheimer-Sektionen abgeschlossen.

Die Demenzfachstelle Uri befindet sich am Rathausplatz 4, 6460 Altdorf. Sie ist während den Bürozeiten unter Telefon 079 212 58 60 oder per Mail unter demenzfachstelle@alzheimerurischwyz.ch erreichbar. Persönliche Beratungsgespräche erfolgen mit vorheriger Terminvereinbarung.

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