In Bauen müssen die Bauzonen verkleinert werden

Die Gemeindeversammlung hat die Änderung der Bau- und Zonenordnung genehmigt. Ausserdem wurde ein Kreditbegehren von 75'000 Franken für den Bau eines Spielplatzes gutgeheissen.

Markus Zwyssig
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In Bauen wird die Nutzungsplanung angepasst. Zudem dürfen keine weiteren Zweitwohnungen entstehen.

In Bauen wird die Nutzungsplanung angepasst. Zudem dürfen keine weiteren Zweitwohnungen entstehen.

Bild: Manuela Jans-Koch
(Bauen, 6. Oktober 2019)

53 Personen nahmen am Montagabend an der letzten Gemeindeversammlung in Bauen teil. Darunter befanden sich 43 Stimmberechtigte. Die Versammlung verlief ruhig mit sehr wenigen Wortmeldungen. Aufgrund der Gemeindefusion werden die Versammlungen inskünftig zusammen mit der Gemeinde Seedorf durchgeführt.

Neuer Spielplatz kann gebaut werden

Die Einwohner sagten am Montagabend deutlich Ja zu einem Kredit von 75'000 Franken. Mit diesem Geld soll ein neuer Spielplatz entstehen. Die Infrastrukturen der beiden bestehenden Spielanlagen sind zum Teil veraltet. Nun kann der Gemeinderat an einem neuen Standort eine neue Anlage realisieren. Die Gesamtkosten für Spielgeräte, Umgebungsgestaltung und Fallschutz belaufen sich auf zirka 75'000 Franken. Bauen hat bereits 30'000 Franken an Unterstützungsbeiträgen erhalten. Das Fondskonto mit 5335 Franken wird aufgelöst und für das Projekt verwendet. Die Restkosten belaufen sich somit auf rund 40'000 Franken.

Klar gutgeheissen wurde an der Gemeindeversammlung auch die Rechnung 2019. Diese schliesst bei einem Aufwand von 779'437 Franken und einem Ertrag von 806'650 Franken mit einem Ertragsüberschuss von 27'212 Franken. Im Budget war noch ein Aufwandüberschuss von 7700 Franken vorgesehen.

Genehmigt wurden die Teilrevision der Nutzungsplanung und die Änderungen der Bau- und Zonenordnung der Gemeinde Bauen. Dabei geht es insbesondere um eine Reduktion der Bauzonen, die aufgrund des kantonalen Richtplans vorgenommen werden muss. Entsprechende Vorschriften in der Bau- und Zonenordnung sorgen dafür, dass in Bauen keine weiteren Zweitwohnungen entstehen dürfen. Dies wird im Fusionsvertrag zwischen Seedorf und Bauen entsprechend festgehalten.

Aufwendungen waren tiefer als erwartet

Keine Opposition gab es gegen die Schlussrechnungen. Zum einen war dies die Schlussrechnung der Sanierung des Parkplatzes am See. Bewilligt worden war an der Gemeindeversammlung ein Kredit von 130'000 Franken. Die Schlussrechnung schliesst rund 20'000 Franken besser ab. Zum andern handelte es sich um die Schlussrechnung der Sanierung der Wasserleitung Vorderbergli-Reservoir. Bewilligt worden waren 170'000 Franken. Die effektiven Aufwendungen lagen bei 59'100 Franken, also rund 110'000 Franken weniger als erwartet. Aufgrund der eigenständigen Vergabe der Aufträge und der Bauleitung mit gemeindeeigenem Personal konnten erhebliche Kosten eingespart werden. Ebenso entstanden tiefere Kosten bei den Lieferanten aufgrund der optimalen Arbeitsbedingungen, und die geplanten Reserven waren somit ebenfalls überflüssig.

Die Umsetzung der Fusion mit Seedorf schreitet weiter voran. Durch die Projektsteuerungsgruppe werden viele Massnahmen bearbeitet und umgesetzt. Im September finden Gesamterneuerungswahlen für den gemeinsamen Gemeinderat in den Amtsperioden 2021/22 statt. Am Donnerstag, 12. November, findet erstmals eine gemeinsame Einwohnergemeindeversammlung in Seedorf statt. Im kommenden Jahr ist geplant, für die Bevölkerungen von Seedorf und Bauen ein Fusionsfest mit zahlreichen Attraktionen durchzuführen.