In Bauen soll ein neuer Spielplatz gebaut werden

An der Gemeindeversammlung wird über ein Kreditbegehren von 75'000 Franken entschieden. Zudem wird über die Jahresrechnung befunden, die mit einem Plus von 27'212 Franken abschliesst.

Markus Zwyssig
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Letztmals findet in Bauen am Montagabend eine Gemeindeversammlung statt. Aufgrund der Gemeindefusion werden die Versammlungen inskünftig zusammen mit der Gemeinde Seedorf durchgeführt. Die Einwohner befinden am Montagabend über einen Kredit von 75'000 Franken. Mit diesem Geld soll ein neuer Spielplatz entstehen. Die Infrastrukturen der beiden bestehenden Spielanlagen sind zum Teil veraltet. Die Platzverhältnisse sind sehr beschränkt. Deshalb beabsichtigt der Gemeinderat an einem neuen Standort eine neue Anlage zu realisieren. Diese soll auf der angrenzenden Freifläche des bestehenden Sportplatzes entstehen. Es soll ein Balancier- und Kletterpfad, ein Spielturm mit Netzen und Klettermöglichkeiten, ein kleines Spielschiff, ein Sandkasten, eine Rutschbahn und zwei Parkbänke entstehen. Die Schaukel und Wippen auf dem bestehenden Spielplatz beim Sportplatz bleiben bestehen.

Die Gesamtkosten für Spielgeräte, Umgebungsgestaltung, Fallschutz belaufen sich auf zirka 75'000 Franken. Bauen hat bereits 30'000 Franken an Unterstützungsbeiträgen erhalten. Das Fondskonto mit 5335 Franken wird aufgelöst und für das Projekt verwendet. Die Restkosten belaufen sich somit auf rund 40'000 Franken.

Entschieden wird an der Gemeindeversammlung auch über die Rechnung 2019. Diese schliesst bei einem Aufwand von 779'437 Franken und einem Ertrag von 806'650 Franken mit einem Ertragsüberschuss von 27'212 Franken. Im Budget war noch ein Aufwandüberschuss von 7700 Franken vorgesehen.

Abendstimmung am Urnersee an der Isleten zwischen Seedorf und Bauen.

Abendstimmung am Urnersee an der Isleten zwischen Seedorf und Bauen.

Bild: Hanspeter Kempf (6. Juli 2019)

Bauzonen werden verkleinert – Verbot von neuen Zweitwohnungen

Der Gemeinderat unterbreitet an der Gemeindeversammlung die Teilrevision der Nutzungsplanung und die Änderungen der Bau- und Zonenordnung der Gemeinde Bauen. Dabei geht es insbesondere um eine Reduktion der Bauzonen, die aufgrund des kantonalen Richtplans vorgenommen werden muss. Dabei handelt es sich um insgesamt 1,56 Hektaren der Wohn-, Misch- und Zentrumszone, welche um- respektive ausgezont werden muss. Stand März 2020 weist die Gemeinde Bauen gemäss dem Wohnungsinventar des Bundesamts für Raumentwicklung einen Zweitwohnungsanteil von 35,8 Prozent auf. Daher können nur Erstwohnungen oder touristisch bewirtschaftete Wohnungen bewilligt werden.

Durch die Fusion mit Seedorf würde der Zweitwohnungsanteil der fusionierten Gemeinde unter 20 Prozent fallen, womit in Bauen wieder Zweitwohnungen möglich wären. Damit in Bauen aber weiterhin keine Zweitwohnungen entstehen, sollen entsprechende Vorschriften in der Bau- und Zonenordnung aufgenommen werden. Dies wird im Fusionsvertrag zwischen Seedorf und Bauen entsprechend festgehalten.

Schlussrechnungen fallen weit tiefer aus als erwartet

Vorgelegt werden Abschlussbericht und Schlussrechnung der Sanierung des Parkplatzes am See. Bewilligt worden war an der Gemeindeversammlung ein Kredit von 130'000 Franken. Die Schlussrechnung schliesst rund 20'000 Franken besser ab.

Vorgelegt werden auch Abschlussbericht und Schlussrechnung der Sanierung der Wasserleitung Vorderbergli-Reservoir. Bewilligt worden waren 170'000 Franken. Die effektiven Aufwendungen lagen bei 59'100 Franken, also rund 110'000 Franken besser als erwartet. Aufgrund der eigenständigen Vergabe der Aufträge und der Bauleitung mit gemeindeeigenem Personal konnten erhebliche Kosten eingespart werden. Ebenso entstanden tiefere Kosten bei den Lieferanten aufgrund der optimalen Arbeitsbedingungen und die geplanten Reserven waren somit ebenfalls überflüssig.

Im November findet erste gemeinsame Gemeindeversammlung mit Seedorf statt

Andreas Gisler, Gemeindepräsident Bauen (links) und Toni Stadelmann, Gemeindepräsident Seedorf stossen gemeinsam auf die Fusion der Gemeinden an.

Andreas Gisler, Gemeindepräsident Bauen (links) und Toni Stadelmann, Gemeindepräsident Seedorf stossen gemeinsam auf die Fusion der Gemeinden an.

Philipp Zurfluh / Urner Zeitung

Die Umsetzung der Fusion mit Seedorf soll reibungslos gelingen. Daher werden durch die Projektsteuerungsgruppe eine Menge von Massnahmen bearbeitet und umgesetzt. Im September finden Gesamterneuerungswahlen für den gemeinsamen Gemeinderat in den Amtsperioden 2021/22 statt. Am Donnerstag, 12. November, findet erstmals eine gemeinsame Einwohnergemeindeversammlung in Seedorf statt. Im kommenden Jahr ist geplant, für die Bevölkerungen von Seedorf und Bauen ein Fusionsfest mit zahlreichen Attraktionen durchzuführen.