In Bristen ist 2020
ein Freilichtspiel geplant

Im Juni 2020 soll beim Schmelzofen in Bristen das Theaterstück Madrano aufgeführt werden. Das OK orientiert am 16. Januar über seine bisherige Arbeit, aber auch über seine Pläne, Ziele und Wünsche.

Bruno Arnold
Drucken
Teilen
Der heute noch bestehende Schmelzofen bei der Talstation der Luftseilbahn Golzern soll  im Juni 2020 die Basis für eine eindrückliche Freilichtspiel-Kulisse bilden. (Bild: PD, Bristen, 11. Oktober 2017)

Der heute noch bestehende Schmelzofen bei der Talstation der Luftseilbahn Golzern soll  im Juni 2020 die Basis für eine eindrückliche Freilichtspiel-Kulisse bilden. (Bild: PD, Bristen, 11. Oktober 2017)

2020 feiert die Theatergesellschaft Maderanertal ihr 40-Jahr-Jubiläum. Grund genug, etwas Neues und Aussergewöhnliches zu wagen. Im Juni des kommenden Jahres wird deshalb beim Schmelzofen in Bristen das Theaterstück «Madrano» des bekannten Urner Künstlers und Silener Ehrenbürgers Ludwig Lussmann (1911–2003) aufgeführt. «Es soll nicht nur einen Teil der Geschichte der Gemeinde Silenen zu neuem Leben erwecken, sondern das touristisch bekannte Maderanertal für einmal aus einem anderen Blickwinkel und in einem anderen Ambiente zeigen», schreibt das OK Madrano 2020 in einer am Freitag veröffentlichten Medienmitteilung. 

Schmelzofen als Basis für Kulisse

Das Stück spielt im 16. Jahrhundert und beschreibt den Eisenerzabbau und die Herausforderungen des damaligen Alltagslebens. Der heute noch bestehende Schmelzofen bei der Talstation der Luftseilbahn Golzern soll die Basis für eine eindrückliche Freilichtspiel-Kulisse bilden. Die einheimischen Regisseurinnen Cornelia Jauch und Rosmarie Epp können bei der Inszenierung des Theaterstücks auf die wertvolle Unterstützung des bekannten Schauspielers, Sprechers und Regisseurs Walter Sigi Arnold zählen.

Geschichtlicher Hintergrund

Im Jahr 1291 wird das Maderanertal erstmals unter dem Namen Chärsolental in einer Urkunde erwähnt. Später wurde das Tal auch unter dem Namen Ruplettental bekannt, was so viel wie rau und karg bedeutet. Im 15. Jahrhundert erlangte das Tal durch den Bergbau grossen Aufschwung. Die Bergherren Madran stammten aus dem gleichnamigen Dörfchen Madrano bei Airolo. Der bedeutendste Bergherr unter ihnen war Hans Jakob Madran, Hauptmann im Regiment Beroldingen. Im Jahr 1576 erhielt er mit Romanus Bässler für 100 Jahre das alleinige Bergbaurecht in der Gemeinde Silenen. Zu Ehren von Hans Jakob Madran und als Anerkennung für seine geleistete Arbeit gab man dem Tal fortan den Namen Maderanertal.

OK informiert über das Projekt

Das zwölfköpfige Organisationskomitee unter der Leitung des Co-Präsidiums von Hermann Epp und Anneliese Fedier arbeitet seit rund zwei Jahren an der Umsetzung des Projekts. Anlässlich der Veranstaltung vom Mittwoch, 16. Januar, soll das Vorhaben nun erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Im Anschluss an die Projektvorstellung besteht die Möglichkeit, sich an verschiedenen Tischen zu einzelnen Themenbereichen wie beispielsweise «Regie, Maske und Kostüme», «Bau und Infrastruktur» sowie «Gastronomie und Ticketing» informieren zu lassen. Das OK Madrano 2020 freut sich, möglichst viele Interessierte am Informationsanlass begrüssen zu dürfen.

Die Informationsveranstaltung findet am Mittwoch, 16. Januar, 20 Uhr, in der Turnhalle in Bristen statt.