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In Bürglen greift der Dirigent zur Trompete

Im Konzert des Musikvereins Bürglen vom 25. Mai kann man hören, wie sich die Erde vor vielen Millionen Jahren verändert hat. Im zweiten Teil wird Musik gespielt, die am «Eurovision Song Contest» gut ankommt.
Der Musikverein Bürglen studiert unter der Leitung von Christian Simmen das neue Konzertprogramm (rechts) ein. (Bild: PD)

Der Musikverein Bürglen studiert unter der Leitung von Christian Simmen das neue Konzertprogramm (rechts) ein. (Bild: PD)

(pd/ml) Die Blockflöte ist ein Blasinstrument. Aber was hat sie in einem Blasorchester verloren? «Nichts», mögen viele denken. Tatsächlich ist sie nur selten in der Blasmusik anzutreffen, obwohl viele Musiker ihre ersten musikalischen Gehversuche auf ebendieser Blockflöte absolviert haben.

Der Musikverein (MV) Bürglen ist der Meinung, dass die Blockflöte sehr wohl in ein Blasmusikkonzert passt – und zwar sogar als Soloinstrument. Für das Konzert vom Samstag, 25. Mai, um 20 Uhr in der Aula Bürglen hat der MV Bürglen deshalb die Blockflötenspielerin Sarina Imholz eingeladen.

Wie ein Superkontinent auseinanderbrach

Die junge Altdorferin besucht die 6. Primarklasse und spielt Blockflöte, seit sie sechs Jahre alt ist. Seit fünf Jahren ist Sarina Imholz im Begabtenförderprogramm der Musikschule Uri. Ihre derzeitige Flötenlehrerin heisst Regina Freiburghaus. Sarina Imholz tritt regelmässig an Schüler- und Solistenkonzerten der Musikschule Uri auf und hat 2017 sowie 2019 an Solistenwettbewerben in Einsiedeln und Arth teilgenommen. In Arth hat sie in der Kategorie Blockflöte gesiegt. Gemeinsam mit dem Musikverein Bürglen spielt sie «Meditation» von Rudolf Sochor mit der Sopranblockflöte sowie «Pueblo – Land of Ancient Peoples» von John Higgins mit der Altblockflöte. Während die Blockflöte meist eher leisere Töne von sich gibt, schafft es ein ganzes Blasorchester dezibelmässig in deutlich höhere Sphären.

Das eine oder andere Mal gewaltig gekracht hat es sicherlich, als vor vielen Millionen Jahren der Superkontinent Gondwanaland, bestehend aus den heutigen Gebieten Südamerika, Afrika, Antarktis, Australien, Arabien, Madagaskar, Neuguinea und Indien, auseinanderbrach. Der singapurische Komponist Benjamin Yeo hat diesem Superkontinent ein fantastisches Werk gewidmet: «At the Break of Gondwana». Zuerst werden in diesem Stück Eindrücke von der Flora und Fauna des Superkontinents musikalisch skizziert. Mit fremdartigen Lauten, viel Schlagzeug und schnellen Taktwechseln wird dann gezeigt, wie es unter der Erdoberfläche brodelt und wie die Kontinente beginnen auseinanderzudriften. Am Ende kehrt das Anfangsthema zurück, jedoch mit einer grossen, monumentalen Instrumentierung.

«At the Break of Gondwana» ist zweifellos das Hauptwerk des diesjährigen Jahreskonzertes des MV Bürglen. Aber auch mit den weiteren Musikstücken wollen die Musiker dem Publikum viel Hörvergnügen bereiten. Das kurze aber effektive Eröffnungsstück «Fanfare Brillante» von Michael Geisler beginnt mit strahlenden Blechbläserklängen und endet nach einem lyrischen Teil mit festlichen Tönen. Beim Stück «Sedona» beschreibt der US-amerikanische Komponist Steven Reineke, der für seine hervorragenden Blasorchesterwerke bekannt ist, musikalisch die Bergwelt und die Natur seiner Heimat. Mit «Inspire! – Journey of a Child’s Dream» von Satoshi Yagisawa geht es eher gemächlich dafür aber sehr feierlich in die Pause.

Siegerstücke bilden den Abschluss

Der zweite Konzertteil wird rockig, groovig und unterhaltend. Gestartet wird mit «Rock ’til you drop» von Menno Bosgra. Es folgt Groovin’ Around» von Otto M. Schwarz. Bei diesem Stück wird der Dirigent Christian Simmen selber die Trompete zum Vibrieren bringen. Fliessend geht es über zu «African Groove» von Gerald Oswald.

Den Konzertabschluss machen zwei Siegerstücke des «Eurovision Song Contest». 2012 gewann die Sängerin Loreen im Finale in Baku mit dem Song «Euphoria». Der MV Bürglen spielt ein Arrangement für Blasorchester von Jan van Kraeydonck. Dann ist «Rise like a Phoenix» von Alexander Zuckowski zu hören. Thomas Neuwirth alias Conchita Wurst hatte mit diesem Lied 2014 in Kopenhagen gewonnen.

Das Konzert vom Samstag, 25. Mai, in der Aula Bürglen beginnt um 20 Uhr. Der Eintritt ist frei (Türkollekte).

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