In Deckung! Die Royal Guards feuern

Die Fasnachtsgruppe Per Tutti nahm am grossen Umzug in Altdorf den neuen Werkhof der Gemeinde Altdorf auf die Schippe. Fortan heisst der Bau «Zwing Altdorf».

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Die Royal Guards feuern scharf. (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ)

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Ganz kribblig waren die 21 Männer der Gruppe Per Tutti am Montagnachmittag, kurz bevor sich der Altdorfer Fasnachtsumzug in Bewegung setzte. «Jeder von uns taucht vor dem Umzug in seine Rolle ein», sagt Michael Morg, der sich als Gemeindearbeiter verkleidet hat. Und dann wurden die Accessoires noch einmal getestet und kurzum eine Leiter gebastelt, damit man einfacher auf den Wagen kommt. Mittelalterliche Musik ertönte aus den Lautsprechern. Noch ein letzter Schnupf, ein Schluck Wein und los ging es.

Bild: Urs Hanhart / Neue UZ
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Bild: Neue LZ

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Per Tutti heisst die Fasnachtsgruppe, die seit 1990 besteht. Jedes Jahr konstruieren die Mitglieder einen Wagen für den Umzug am Güdelmontag. «Wir nehmen gerne jemanden auf die Schippe», sagt Bernhard Schuler. Dieses Jahr musste ein Bauvorhaben daran glauben: Das ehemalige Busdepot in der Flüelerstrasse wurde im vergangenen Jahr zum Werkhof der Gemeinde Altdorf umgebaut. Täuschend echt haben die Fasnächtler die futuristische Mauer darum herum nachgebaut. «Uns ist wichtig, eine Botschaft zu vermitteln», sagt Schuler. Mit viel Ironie machten sie klar, dass mit diesem Umbau wohl etwas zu locker mit den Altdorfer Steuergeldern umgegangen wurde. Per Tutti liessen ihrer Fantasie freien Lauf und erkannten im neuen Gebäude die «Zwing Altdorf». Fortan wurde die mittelalterliche Burg von Hellebardieren bewacht.

Fast-Kollision: Burg war zu hoch

Ein Tambour führte den Zug an. Vier Alte Eidgenossen standen oben auf dem Wagen. Neben Konfetti hatten sie auch Laub dabei, das sie den Zuschauern auf die Köpfe streuten.

Plötzlich wurde es hektisch: Eine Kollision mit einem herunterhängenden Ast eines Baumes zeichnet sich ab. Doch die Alten Eidgenossen hatten Glück. Sie waren schnell genug, um den Turm der Burg vorübergehend umzukippen.

Dem Wagen folgten die Gemeindearbeiter, welche das Laub aus dem Weg räumten. Die Fasnächtler haben dabei Wert auf Details gelegt. Laubbläser, Fadenmäher, Besen, Schaufeln und Schubkarren hatten sie beschafft. Und einer mimte den Architekten, der für den zeitgenössischen Mauerbau beim ehemaligen Busdepot verantwortlich ist.

«Freude bereitet»

Nicht nur auf der «Zwing Altdorf» schieben Fasnächtler Wachdienst. Bei einer anderen Nummer beschützen Soldaten mit Kanonen die britische Königsfamilie. Zudem heulen laute Feuerwehrsirenen: Denn die Kontaktbar im Gurtneller «Bahnhöfli» brennt. Und Radlegende Bruno Risi tuckert mit der Schächenfähre flussaufwärts.
Nach eineinhalb Stunden ist der Spuk bereits zu Ende. Während Wochen haben Per Tutti an ihrer Verkleidung gearbeitet. Am Ende des Umzugs wird der Wagen wieder in seine Einzelteile zerlegt. «Der Aufwand lohnt sich alleweil», sagt Bernhard Schuler. «Wir konnten den Leuten schliesslich eine Freude bereiten.»

Florian Arnold und Elias Bricker

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