In der Galerie Niedervolta in Altdorf trifft Zukunft auf Herkunft

Die Ausstellung zum 125-Jahr-Jubiläum von EWA beleuchtet den Leitgedanken «Zukunft trifft Herkunft» aus künstlerischer Perspektive. Sie dauert noch bis zum 18. Oktober.

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Ein Blick von der «Herkunft» Richtung «Zukunft» in der Galerie Niedervolta.

Ein Blick von der «Herkunft» Richtung «Zukunft» in der Galerie Niedervolta.

Bild: PD

(RIN) Das Elektrizitätswerk Altdorf gründete 1994 die Galerie Niedervolta im Kellergeschoss des 1684 erbauten Hauses im Eselsmätteli in Altdorf. Durch die Galerie bot und bietet das EWA zahlreichen Kunstschaffenden die Möglichkeit, ihre Werke einem breiten Publikum zu präsentieren.

Ausgangspunkt der aktuellen Jubiläumsausstellung sind die Werke, die über Jahrzehnte ihren Weg in die Kunstsammlung des EWA fanden. «Wir unterstützen Kultur und Sport und im Besonderen die Jugend», erklärt Werner Jauch, Vorsitzender der Geschäftsleitung von EWA. «Diese Seite von uns möchten wir mit unserer Jubiläumsausstellung näherbringen.» Im Laufe der Geschichte hätten sie zahlreiche Künstlerinnen und Künstler unterstützt, deren Werke teilweise auch die EWA-Gebäude schmückten. «Gerne machen wir eine Auswahl davon in unserer Ausstellung öffentlich zugänglich», so Jauch.

Ausstellung setzt auf Einheimisches

«Die Vielfalt der Werke bewegt sich durch verschiedenste Epochen und Stilrichtungen», erklärt die Kunsthistorikerin Melanie Widmer, die die Jubiläumsausstellung konzipiert hat. Die Kunstwerke würden mehrheitlich einen allgemeinen Bezug zum Kanton Uri vereinen, sei es durch einheimische Künstler oder typischen Urner Motive. So werden in der Jubiläumsausstellung die räumlichen Gegebenheiten der Galerie Niedervolta ganz bewusst in das Motto «Zukunft trifft Herkunft» miteinbezogen. «Die Möglichkeit, die Räumlichkeiten durch zwei verschiedene Türen zu betreten, stellt den Besucher vor die Wahl, in die Zukunft oder die Herkunft einzutreten, um anschliessend festzustellen, dass sich dahinter zwar zwei Räume befinden, diese aber dennoch eng miteinander verbunden sind», führt Melanie Widmer aus.

Wie im Leben stünden beide Bereiche in einem Dialog zueinander und lassen sich nicht voneinander trennen. «Denn hat unsere Herkunft nicht einen Einfluss auf unseren zukünftigen Weg? Oder spiegelt unsere Zukunft wider, woher unsere Wurzeln stammen?», so Widmer. «Die Verbindung zwischen Herkunft und Zukunft wird in der Ausstellung durch Sichtachsen und dem Dialog zwischen einzelnen Werken immer wieder aufgegriffen.» Die Ausstellung zeigt unter anderem Werke von Edmund Caviezel, Josef Kottmann, Heinz Leuzinger, Christo Dagorov, Tino Steinemann oder Anna Trix Zgraggen.

Die Jubiläumsausstellung «Zukunft triff Herkunft» ist bis 18. Oktober 2020 in der Galerie Niedervolta an der Herrengasse 1 in Altdorf zu sehen. Die Galerie ist freitags, samstags und sonntags jeweils von 9 bis 17 Uhr geöffnet.