In Göschenen haben die Vorarbeiten zur zweiten Gotthardröhre begonnen

Erste Vorbereitungen sind im Gang. Die Hauptarbeiten zur zweiten Röhre beginnen 2021.

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Das Nordportal bei Göschenen.

Das Nordportal bei Göschenen.

Bild: PD/David Schweizer (25.Mai 2020)
(lur)

In Göschenen haben die Arbeiten zur zweiten Gotthardstrassenröhre begonnen. Sie finden beim Bahnhof statt und umfassen erste Rodungen, den Bau einer Fussgänger- und Förderbandbrücke über die Reuss, sowie die Fundamente für die Verladeanlage des Aushubmaterials. Weitere Arbeiten, die im Verlauf dieses Jahres noch anstehen, sind die Installation von Steinschlagschutznetzen zum Schutz der Installationsplätze und der Bau von Parkplätzen für die Skiarena Andermatt-Sedrun. Die temporären Parkplätze entstehen in der Nähe des Tunnelportals.

Der Kanton Uri und das Bundesamt für Strassen (Astra) haben ausserdem vor kurzem eine Vereinbarung über das Konzept zur Landschaftsentwicklung im Göscheneralptal unterzeichnet. Das Konzept umfasst ein Paket von ökologischen Ausgleichsmassnahmen. Deren Umsetzung soll noch im laufenden Jahr beginnen, wie das Bundesamt in einer Mitteilung schreibt. Die Kosten belaufen sich auf rund 1,5 Millionen Franken. Das Bundesamt und der Kanton Uri teilen sich diese Kosten auf: Der Bund übernimmt rund eine Million Franken, der Kanton etwa 500'000 Franken.

Salzsilo am Südportal muss weg

Südlich der Alpen werde das Astra im Verlauf des Jahres ein provisorisches Salzsilo errichten. Das bestehende Silo am Tunnelportal muss demontiert werden, um dem Installationsplatz beim Portal den nötigen Raum zu geben. Die Hauptarbeiten zur zweiten Röhre am Gotthard sollen dann sowohl im Norden wie auch im Süden im kommenden Jahr beginnen.

Des Weiteren seien die Vorbereitungen für geplante Infozentren im Gang, wie das Astra an seinem kürzlich abgehaltenen Treffen mit den Urner und Tessiner Behörden verlauten liess. Zusammen bilden sie die politische Begleitkommission zum Bauprojekt. Die Zentren seien am Nord- und Südportal geplant. Die Gemeinden Göschenen und Airolo sowie weitere lokale Organisationen würden in die Planung und Umsetzung der Infozentren miteinbezogen, schreibt das Astra. Die Eröffnung der Zentren ist für den Sommer des kommenden Jahres vorgesehen.