In Uri bleibt italienisch Wahlpflichtfach

In der 5. und 6 Primarklasse soll für begabte Schüler Italienisch weiterhin angeboten werden. Dies hat der Erziehungsrat gestützt auf das Ergebnis einer Vernehmlassung beschlossen.

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Auf das Schuljahr 2007/2008 wurde im Kanton Uri Italienisch vom obligatorischen Fach zum Wahlpflichtfach. Im Rahmen des Projektes Volksschule 2016 wurde in der Vernehmlassung im 2010 auch das Fremdsprachenkonzept zur Diskussion gestellt. Konkret wurde die Frage gestellt, ob anstelle von Italienisch neu Französisch als 2. obligatorische Fremdsprache ab der 5. Klasse unterrichtet werden solle. Eine deutliche Mehrheit lehnte die Einführung von Französisch ab und der Erziehungsrat sowie der Regierungsrat hielten im Planungsbericht Volksschule 2016 an den Landrat fest, dass auf die Einführung von Französisch auf der Primarstufe verzichtet werden soll. I

m Nachgang stellte sich nun die Frage, ob an Italienisch als Wahlpflichtfach festgehalten oder ganz darauf verzichtet werden soll. Dazu führte die Bildungs- und Kulturdirektion (BKD) bei den politischen Parteien, Schulräten und weiteren interessierten Kreisen zwischen März und Mai 2012 eine Vernehmlassung durch. Gestützt auf die Ergebnisse der Vernehmlassung hat der Erziehungsrat an seiner Sitzung vom 27. Juni 2012 den Beschluss gefasst, das Wahlpflichtfach Italienisch beizubehalten.

Des weiteren hat der Erziehungsrat zudem folgende flankierenden Massnahmen beschlossen:

  • Die Unterrichtsqualität ist durch regelmässige Weiterbildung der Lehrpersonen und die Wahl eines neuen Lehrmittels zu verbessern.
  • Im 7. und 8. Schuljahr soll Italienisch gemeindeübergreifend und zentral als Wahlfach angeboten werden. Das Amt für Volksschulen wird beauftragt, ein Konzept auszuarbeiten und dem Erziehungsrat zur Genehmigung zu unterbreiten.
  • Die Austauschaktivitäten sollen verstärkt werden.


pd/zim