Landammann zum Bundesfeiertag: In Uri gibt es ein Grundvertrauen, dass es gut kommt

Urban Camenzind appelliert an das Gemeinschaftsgefühl. Denn in der Geschichte habe sich gezeigt: «Wir waren immer dann am erfolgreichsten, wenn wir zusammenhielten.»

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Landammann Urban Camenzind

Landammann Urban Camenzind

Bild: PD

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger!

Wir leben im Kanton Uri. Gemäss der Gründungsgeschichte der Eidgenossenschaft wurde im Jahr 1291 bei uns auf der Rütliwiese der Ewige Bund der Eidgenossen geschworen und besiegelt.

729 Jahre später ist Uri ein selbstbewusster und eigenständiger Stand der Eidgenossenschaft im Herzen der Schweiz. In einer Schweiz, in der sich verschiedene Regionen, Kulturen, Religionen und Sprachen nach und nach zusammenfanden.

Wir alle – gemeint sind nicht nur die Politikerinnen und Politiker – geben dem Stand Uri ein eigenständiges, solidarisches und aufgeschlossenes Gesicht. Wir wollen unseren Beitrag zur Eidgenossenschaft leisten und wir profitieren im Gegenzug täglich von Leistungen des Bundes. Allen Unterschieden zum Trotz gibt es in der Schweiz einen gemeinsamen Willen, einander beizustehen. Das ist das, was die Willensnation Schweiz zusammenhält und worauf unser Wohlstand und unser Erfolg basieren.

Die Geschichte lehrt uns, dass wir dann am erfolgreichsten waren, wenn wir zusammenhielten: die Landesteile, Stadt und Land, aber auch Jung und Alt und wenn die Starken die Schwachen stützten. Gemeinsam haben wir uns in den vergangenen Monaten der schwierigen Coronasituation gestellt. Dies erforderte Opfer und Sondereinsätze. Indem wir zusammenstanden, trugen wir zur Überwindung der Krise bei.

Generell stelle ich im Kanton Uri eine positive Grundhaltung fest. Es gibt ein Grundvertrauen, dass es gut kommt! Ich bin überzeugt, dass uns diese positive Grundhaltung geholfen hat, die Coronasituation zu überstehen. Gerade als Volkswirtschaftsdirektor habe ich in dieser schweren Zeit viele positive Beispiele gesehen, wie unsere Urner Unternehmen die neue Ausgangslage nutzen und zum Positiven drehen.

Besinnen wir uns am Bundesfeiertag auf die Zuversicht und das Solidarische. Ich wünsche mir, dass wir in den nächsten Jahren vermehrt das Verbindende betonen und fördern. Lassen Sie uns versuchen, trennende Mauern abzubrechen und Steine zu entfernen. Das heisst für mich nicht, dass wir immer derselben Meinung sein müssen. Aber wenn wir davon ausgehen können, dass alle Beteiligten nur das Beste für unseren Kanton und für unser Land wollen, dann sollte es uns gelingen, das Verbindende zu betonen und darauf zu bauen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen frohen Bundesfeiertag.