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In Uri wird auf 36 Tage Lohnunterschied aufmerksam gemacht

Verschiedene Urner Organisationen haben im Rahmen des «Equal Pay Day» den Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern thematisiert. An den Verkehrsknotenpunkten wurden Taschen verteilt.
Im Rahmen des «Equal Pay Day» wurden an den Verkehrsknotenpunkten in Uri Taschen verteilt. (Bild: PD)

Im Rahmen des «Equal Pay Day» wurden an den Verkehrsknotenpunkten in Uri Taschen verteilt. (Bild: PD)

(pd/ml) Am Freitag fand der Aktionstag «Equal Pay Day» statt. Mitglieder von Business and Professional Women (BPW Club Uri), der kantonalen Gleichstellungskommission und der SP Uri verteilten an den Verkehrsknotenpunkten in Uri Taschen.

Gleichzeitig wurden in den Urner Bäckereien Backwaren in den Equal-Pay-Day-Brotbeuteln verkauft. Ziel der Aktion war es, auf die Lohnunterschiede zwischen Mann und Frau aufmerksam zu machen.

Der Tag symbolisiert den Lohnunterschied

Der Equal Pay Day ist der internationale Aktionstag für Lohngleichheit zwischen Frauen und Männern. Das Datum markiert symbolisch den Lohnunterschied. Frauen arbeiten bis zum 22. Februar gratis, während Männer für gleichwertige Arbeit bereits seit dem 1. Januar Lohn erhalten, wie die Veranstalter in einer Mitteilung schreiben. Die Tage bis zum 22. Februar sollen also dem entsprechen, was Frauen weniger verdienen.

Gegenüber dem letzten Jahr fand der Aktionstag 2019 zwei Tage früher statt. Zudem konnte heuer sowohl auf Bundesebene als auch auf kantonaler Ebene auf Erfolge zurückgeblickt werden, meint Marcel Buffat, Mitglied der Gleichstellungskommission. «Im Ständerat hat ein Umdenken stattgefunden. Er erklärte sich im zweiten Anlauf bereit, Unternehmen zu Lohnanalysen zu verpflichten und deren Resultate zu veröffentlichen», sagt er.

Auch in Uri gibt es in diesem Bereich Veränderungen, wie Buffat berichtet: «Der Urner Regierungsrat hat die Charta für Lohngleichheit im öffentlichen Sektor unterzeichnet. Mit der Charta bekräftigt der Kanton Uri, Lohngleichheit in seinem Einflussbereich umzusetzen – als Arbeitgeber, bei Ausschreibungen im öffentlichen Beschaffungswesen oder als Subventionsorgan. Damit will der Regierungsrat den Kanton als attraktiven Arbeitsort positionieren.»

Auch die Wirtschaft kann profitieren

Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit ist ein Verfassungsgrundsatz, heisst es in der Mitteilung weiter. 36 Tage Lohnunterschied sind daher aus Sicht von Angelica Züst, Mitglied der Gleichstellungskommission, immer noch 36 Tage zu viel. «Insbesondere ist auch die Wirtschaft gefordert, um Lohngleichheit zwischen Frau und Mann zu erreichen», sagt Züst.

Lohngleichheit ist auch zum Vorteil für die Wirtschaft, ist Esther Heiz, Präsidentin des BPW Club Uri, überzeugt: «Tiefere Löhne führen dazu, dass viele Frauen eher zu Hause bleiben und die Betreuung der Kinder übernehmen. Insbesondere mit Bezug auf den Fachkräftemangel wäre es für die Unternehmen kostengünstiger Frauen im Arbeitsalltag integriert zu halten, was einen Wiedereinstieg bzw. eine Erhöhung des Pensums vereinfachen würde».

«Der Verfassungsgrundsatz ist seit 38 Jahren nicht umgesetzt», sagt Eveline Lüönd, Mitglied der Gleichstellungskommission. «Jede Frau und jeder Mann kann etwas zum Erreichen der Lohngleichheit beitragen. Zum Beispiel indem sie mit der Personalabteilung oder -verantwortlichen Kontakt aufnehmen, das Thema Lohngleichheit ansprechen und eine systematische Überprüfung der Lohngleichheit einfordern. Denn Lohngleichheit geht uns alle an.»

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