Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

INDUSTRIE: Dätwyler kauft Premier Farnell doch nicht

Doch kein grosser Sprung vorwärts: Für den Industriekonzern Dätwyler platzt ein langersehnter Wunsch. Er sieht von einem Zukauf des britischen Elektronikgrosshändlers Premier Farnell ab.
Dätwyler will durch Zukäufe wachsen und sucht weiterhin nach geeigneten Unternehmen. (Symbolbild). (Bild: KEYSTONE/URS FLUEELER)

Dätwyler will durch Zukäufe wachsen und sucht weiterhin nach geeigneten Unternehmen. (Symbolbild). (Bild: KEYSTONE/URS FLUEELER)

Das Unternehmen verzichtet auf ein höheres Angebot, nachdem der Konzern von Amerikanern überboten worden war. Dies geht aus einer Mitteilung vom Donnerstag hervor.

Dätwyler gab im Juni die geplante Übernahme des britischen Unternehmens bekannt. Der Industriekonzern bot pro Premier-Farnell-Aktie 165 Pence oder insgesamt 1,1 Milliarden Franken. Premier Farnell habe schon lange auf der Wunschliste von Dätwyler gestanden, hiess es damals. Der Umsatz hätte sich mit dem Kauf gar verdoppelt. Analysten bezeichneten den geplanten Coup zwar als sinnvoll, doch auch als teuer.

Im Juli wurde Dätwyler von der US-amerikanischen Avnet überboten. Deren Offerte liegt bei 185 Pence je Aktie. Eine Reaktion liess Dätwyler zunächst offen. Die Aktionäre beschlossen an einer ausserordentlichen Generalversammlung Anfang August dennoch die Kapitalerhöhung, um den Kauf zu finanzieren.

Kein Kampf

Doch nun sieht Dätwyler von einem Bieterkampf ab. Das Angebot für Premier Farnell wird daher verfallen - nicht ohne Kostenfolgen für Dätwyler. Es sind einmalige Transaktionskosten entstanden zwischen 4 und 8 Millionen Franken. Zudem wird das Finanzergebnis belastet durch Währungsabsicherungskosten. Analysten beurteilten den Verzicht aber positiv. Die Aktie legte im frühen Handel deutlich zu.

Das «no» zu Premier Farnell bedeutet keinen Rückzug der grundsätzlich anvisierten Wachstumsstrategie. Dätwyler wird sich nun nach anderen Möglichkeiten umsehen. Vor rund einer Woche hatte Dätwyler die deutsche Firma Ott gekauft, eine Unternehmung mit 33 Millionen Franken Umsatz und 200 Mitarbeitern.

Die Dätwyler Gruppe ist ein Industriezulieferer mit über 50 operativen Gesellschaften und rund 7000 Mitarbeitern. Sie erzielt einen Jahresumsatz von 1,2 Milliarden Franken. (sda)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.